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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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vor einigen Jahren in Paris war, hatte der Eine, meinGebnrrskollege S. Münk, gerade eine Reise nach Teutschlandangetreten . . . Heine aber konnte ich, nngeachlet aller Nach-fragen bei deutschen Bekannten, nicht auffinden ... Ichvermuthe, daß nurEinige der Befragten wirklich nicht wußten,wo sich Heine befand, während Andere die Feindschaften, diesich der Dichter vor Jahren durch seine Pariser Salon-Aus-stellungen nndSilhouetteubilderiuder„AllgemeiueuZeituug"zugezogen, ihn auch heute noch nicht vergessen haben, undihn deshalb soviel als möglich ignoriren . . .

Mir hat Heine, wie ich ihm, die Erinnerungen seinerB erliner Studienzeit, die so manches frenndlicheBaud zwischenuns geknüpft, stets treu bewahrt . . . Diesmal ging ich direktnach Nr. 50 in der Ilus ck^intckkräurn. Ich hatte der dieThür öffnenden Dienerin kaum meinen Namen genant, alsderunmitlelbar am Entreezimmer hintereinem Schirm liegendeHeine, der mich an der Stimme erkannt hatte, mit einemkräftigen: „Immer herein, lieber Lehmann!" mich zu sichrief, und während er der das Frühstück bereit haltendenDienerin gebieterisch sagte: »lla im venx pus ächstnnmr: jans'ir veux pus!" richtete er sich gewaltsam im Bette auf,um mir die eine Hand zu reichen, die noch gesund ist, währenddie andere, abgezehrt wie der übrige Thcil des Körpers, vonderselben Krankheit gelähmt ist, die ihn vom Rückenmarkbis zu den Fußspitzen ergriffen und paralysirt hat.

„Sie kommen gerade recht, lieber Lehmann," sagte er,„um mich auf dem Wege zum Kirchhofe des NoirtmArtre,wohin die ku« cl'^nnsimrckuru direkt führt, nocb als tinvoll-ständige Leiche anzutreffen. In einem Jahre würden Siemich wohl schon draußen haben aufsuchen müssen, denn ichhalte es unter diesen Dualen nicht mehr lange aus. Bisjetzt habe ich allerdings nocb leben müssen und wollen, dennes bleibt mir nocb Einiges zum Besten meiner Schriften

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