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wohne. Ein ergötzliches Pendant zn diesem Bericht liefertdie Mittheilung der Frau von Hohenhausen, die ebenfallsHeine lange vergeblich suchte. Endlich kam sie auf die Idee,in der Administration der »kövus clss ckeux Nouckks", derentreuer Mitarbeiter er ja dauials war, seine Adresse zu er-fragen. Aber, seltsamer Weise, auch hier vergeblich!Nousieur Lina ast iukrouvublk" sagte der Beamte derExpedition und fügte noch entschuldigend hinzu: „Svuvorckuos eollutzorsckkurs tiammnt ü resler iueouuus!"
Erst als er vier Zahrc später wieder einmal — imJuli 1854 — Paris besuchte, hatre Lehmann die Freude,Heine zu sehen und zu sprechen. Allerdings war diese Freudedes Wiedersehens getrübt durch die entsetzlich traurige Lagedes Dichters, der langsam aber unrettbar seiner Auflösungentgegenging. Für Heine selbst war es ein nicht minderwehmüthiger Genriß, in den Erinnerungen der Zugendjahrezu schwelgen und darüber, wenn auch nur auf Stunden,„des netten Morgens Leid" zu vergessen. So kann manes als eine gütige Fügung des Schicksals ansehen, daß esdem Dichter gerade in den letzten Lebensjahren noch vergönntwar, seine alten Freunde zn sehen oder von neuen Freundenüber sie Gutes zu höre». Zu den letzten Zahren besuchtenihn Leopold Zunz und dessen Gemahlin, die Heine Beidesehr hoch schätzte, Frau von Hohenhausen, die er als an-muihiges Kind im Salon ihrer Mutter schon liebgewonnenhatte, August Lcwald, Heinrich Laube, Alfred Meißner, AdolfStahr und Fanny Lewald — und, wie bemerkt, auch ZosefLehmann, der in gelegentlichen Briefen aus Paris überdiesen Besuch an seine Leser Bericht erstattet hat.
„Du weißt," so beginnt der zweite dieser Briefe, „daßich hauptsächlich nach Paris gereist war, um zwei Zugend-freunde, zwei alte, eben so berühmte als körperlich unglück-liche Studiengenosscn und Landslente zu besuchen. Als ich