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Briefwechsel mit den Berliner Freunden, andere erwähnter selbst in der Eingangs dieses Aufsatzes cnirten Briefstclle.Als ihm Moser von dem Enthusiasmus des „jungenPalästina" für die Ideenwelt Hegels schreibt, erwidert Heine:„Meinethalben könnt ihr alle zu Ideen werden: nur laßtmich ungeschoren . , . Der Lehmann möchte gern Idee werdenund kann nicht." Ein ander Mal erzählt er von seinemTraumbild, den Zug des „jungen Palästina" nach Jerusalemdarstellend: „Lehmann und Wohlwill trugen Fahnen, worausdas Schild David's und der Bendavid'sche Lehrsatz gemaltwaren." Ein drittes Mal gedenkt er mit Wehmuth, diesich aber bald in Humor auflöst, der Tage gemeinsamenSchwärmcns in Berlin: „Ich glaube, Lehmann hielt einelange Rede, im vollen Tone, und gespickt mit „Aufklärung",„Wechsel der Zeitvcrhältnisse", „Fortschritte des Weltgeistes",eine lange Rede, worüber ich nicht einschlief, sondern imGegentheil, worüber ich erwachte." Kein Brief geht abernach Berlin an die Freunde ab, ohne daß Lehmann „sehr"oder „herzlich" gegrüßt wird.
Und auf denselben Ton ist auch der Briefwechsel mitJosef Lehmann selbst gestimmt. Leider existiren nur nochsieben Briefe Heine's, von denen die meisten schon gedrucktsind. Wir entnehmen denselben, daß der Dichter auf Leh-mann unbedingt als auf einen treuen unzuverlässigen Freundrechnen konnte. Fünf dieser Briefe sind ans den dreißigerJahren, zwei ans den letzten Lebensjahren Heine's. Da-zwischen liegen mehr als zwei Jahrzehnte, in denen derBriefwechsel aber wohl kaum gestockt hat, wenn auch keineschriftlichen Zengnissedafürvorhanden sind. Es ist mirbekannt,daß Josef Lehmann vor seinem Tode eine große Anzahlvon Briefen, darnnter auch Heine'sche, vernichtet hat, derenInhalt ihm aus mancherlei Rücksichten zur Veröffentlichungnicht geeignet erschien.