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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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Das Traumbild.

An H> Heine.

Von Morpheus' Armen war ich sanft umfangen,Als Phantasie in eines Traumes HülleEin Bild mir wies in seltner Schönheitsfüllc:

Bezaubert blieb die Seele daran hangen.

Und als ich mit inbrünstigem VerlangenEs ganz genießen wollt' in süßer Stille,

Da weckte mich des Schicksals ch'rner Wille,

Und ach! der Zauber war im Nu vergangen.

Vergebens sucht' ich nun im bunten Leben,

Was Phantasie genominen, wie gegeben,

Da, junger Sänger, fand ich deine Lieder.

Und jenes Traumbild, das so froh mich machte,

Erkannt ich bald in deinen Skizzen wieder.

Viel schöner noch, als ich mir selbst es dachte.

H. Anselmi.

Dieser H. Anselmi war aber kein Anderer alsunser Lehmann, der treue Freund lind begeisterte Lob-redner, der aus seinem Namen I. S. Lehman (n) jenesAnagramm gebildet hatte! Wer die intimern Gepflogenheitendes literarischen Lebens genau kennt, der wird es begreifen,daß durch eine solche Huldigung jener Abbitte die Spitzeabgebrochen war, und ebenso, daß Baron v. Schilling nichtsweiliger als versöhnt sich zeigte. Nicht lange darauf treffenwir ihn selbst auf demselben Tummelplatz mit einer rechtgalligen Parodie ans Heine, „Traumbild von Peter, demVolksdichter" überschrieben, die in dem Satze gipfelt:„Glaub' mir: wenn rincr erst sein Leid erzählt,

Der fühlt's nicht mehr; dem schmecken Trank und Speise!"

Heine's dichterische Manier rief auch zu jener Zeit nochmanche Parodie und viele Nachahmungen hervor, die man fürTravestien anzusehen geneigt war. Aber nur einer dieser„ransend armen Inngen", die ihm „verzweifelt nachgedichtet",