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als er bei der nächsten öffentlichen Jahresfeier seinen unge-mein anziehenden, zunächst an die israelitischen Frauen ge-richteten Vortrag gehalten.
Aber nicht nur bei der ernsten Cnlturarbeit, auch inder heitere» Geselligkeit der Berliner Salons trafen undförderten sich die Freunde. Heine führte Lehmann beiVarnhagens ein, Lehmann brachte Heine in das gastlicheHaus der Dichterin Elise von Hohenhausen und in denSalon der Familie Veit, wo sich eine auserlesene literarischeGesellschaft versammelte, und wo Heine zuerst als Dichteranerkannt wurde.
Freilich Lehmann mutzte längst, daß sein Freund eingottbegnadeter Poet sei, und gern ergriff er die Veranlassung,ihm eine poetische Huldigring darzubringen, durch die erHeine zugleich einen wahren Freundschaftsdienst erweisenkonnte. Dieser hatte nämlich irr seinen „Briefen ans Berlin"über einen aristrokratischen Schriftsteller, Baron von Schilling,über dessen elegante Manieren und knrländisch lispelndeSprache sich etwas lustig gemacht. Darauf erfolgte Seitensdes entrüsteten Barons die Drohung einer Herausforderung.Heine, der sich im Unrecht fühlte, war nun genöthigt, im„Gesellschafter" eine öffentliche Erklärung abzugeben, daßer alles zurücknehme „um alkbn Stoff zu Mitzverständnitzund öffentlichem Federkriege wegzuräumen." Diese Ehren-erklärung brachte er Professor Gubitz zugleich mit einemSonett, von dein er wünschte, daß es unmittelbar hinterjener Beschwichtigung abgedruckt werde, um deren üblenEindruck abzuschwächen. „Nur nach Widerstreben", sagtGubitz, „wurde ich von seinen ängstlich dringenden Bittenüberwältigt und ordnete Beides ein in das, den verschiedene»Ansichten zum Tummelplatz angewiesene Beiblatt." („DerBemerker", 1822 Nr. 9). Dies Sonett lautet folgender-maßen: