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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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Studie» fortzusetzen. Uud dort, im Colleg Hegels überAesthetik, war es Aufaugs 1822, wo er zufällig Heiuekennen lernte. Rasch war die Bekanntschaft und nicht langenachher auch der Freundschaftsbnnd geschlossen. Boten sichja für beide Jünglinge zahlreiche Berührungspunkte, die,da der Zufall sie nun einmal zusammengeführt, zu einemherzlichen Berhältniß führen mußten. Beide waren Indennnd als solche damals von den Kreisen der christlichenStudenten so gut wie ausgeschlossen, beide waren Schön-geister und deshalb schon auf gemeinsames Wirken ange-wiesen. Am Ende stellte es sich auch bald heraus, daß beidemehrere gemeinsame Bekannte nnd auch sonst noch mancheBerührungspunkte hatten.

Zwar Heine besaß damals noch wenig Freunde inBerlin, wo er, wie bereits erwähnt, seit dem Frühling 1821lebte. Außer Professor Gubitz, dem er sich selbst vorgestellthatte, Varnhagen von Ense nnd Rahel, an die er empfohlenwar, Christian Sethe, den er von Jugend auf kannte, undEugen von Breza, den er in Berlin kennen lernte, hatte erkeinen näheren Umgang in der Residenz. Dafür aber kannteman ihn bereits! Schon waren diepoetischenAusstellungen"und einige Scenen desAlmansor", imGesellschafter" er-schienen nnd eben erst war das schmächtige Bändchen derGe-dichte" beiManrerheransgekommen. Sehrbegreiflich, daßLeh-mann sich für denjungcnDichter lebhaft interessirte nnd ihn inseinem Stübchen Mauerstraße, Ecke der FranzösischenStraße fast jeden Morgen aufsuchte. Heine lag dannmeistens noch im Bette und trug dem Freunde seine neuesten,über Nacht entstandenen Gedichte mit der ihm eigene», halbsingenden, nnd die Form des Gedichtes gewissermaßen tppischbestimmenden Declamation vor, während Lehmann un-mittelbar darauf sein gestrenges kritisches Urthcil abzu-geben hatte.