pelze trage», sind sie nicht so leicht zn erkennen. Schuee-gänse flattern dort nmher tind singen Bravmir-Arien, undRennthiere reuneit da herum als Kunstkenner, llebrigensleben die Berliner sehr mäßig und fleißig, und die meistensitzen bis am Nabel im Schnee nud schreiben Dogmatiken,Erbauungsbücher, Religiousgeschichtcn für Töchter aller ge-bildeten Stände, Katechismen, Predigten füralle Tage im Zahr,Elohagedichte, nnd sind dabei sehr moralisch, denn sie sitzenbis am Nabel im Schnee."
Dieses bunte Kaleidoskop, in dem mir die AnsichtenHeine's von Berlin erblicke», könnte »och weit über den zu-gemessenen Ranmergänztmerden, aber esgenügt, wenn wir dieAeußernngen Heine'S über Berlin ihren Hanptzügen nach i»Ernst und Scherz kenne» gelernt haben. Zm Einzelnen würdendieselben, zusammengestellt, selbst ein Bnch ausmachen, dasallerdings Zengniß ablegen möchte von dem bedeutendenInteresse, das der Dichter jederzeit für diese Stadt gehegtbat, aus der er ja seine bekannten Briefe nach Westfalengeschrieben, und der er auch eine satprische Spende in einemseiner Traumgesichte gewidmet hat. Da Heine die Lieblings-ueigungen undHerzenswünsche seinerBerliner genau kennt, sobescheert er ihnen in einem Traumgesicht, in dem er den lieben(Hott selbst spielt und die Stadl Berlin beglücken will, eingroßartiges Fest, das in folgenden Genüssen bestehen soll:
Die Pflastersteine auf der Straß'
Die sollen jetzt sich spalten.
Und eine Auster, frisch nnd klar,
Soll jeder Stein enthalten.
Ein Regen von CitroncnsaftSoll thauig sie begießen.
Und in den Straßcngossen sollDer beste Rheinwein fließen.
Aus jedem Pflasterstein eine Auster und in den Rinn-steiuen Rheinwein, in der That, mau muß gestehen, die