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glauben dürfen, und nicht hinterdrein noch die folgendeverschämte Notiz lesen: „Dennoch treibe ich noch manchesAndere, z. B. Chronikenlesen nnd Biertrinken. Auch dieLiebe quält mich. Es ist nicht mehr die frühere, die ein-seitige Liebe, sondern wie ich mich zum Doppelbier hinneige,so neige ich mich auch zu einer Doppel-Liebe. Ich liebedie medicäische Venus, die hier auf der Bibliothek steht,nnd die schöne Köchin des Hofrath Bauer. Ach, nnd beideliebe ich unglücklich."
Indes; trotz dieses „Pantheismus in der Liebe" kamHeine doch seinem Ziele näher, und legte endlich am 3. Mai1825 sein Examen ab, worauf er am 20. Juli desselbenJahres das Diplom als voekoi- Amis erhielt.
Inzwischen war Heine noch einmal während der Ferienkurze Zeit in Berlin gewesen, um die alten Freunde auf-zusuchen. Sein dritter Aufenthalt in Berlin fällt in denJanuar des Jahres 1829. Er wohnte damals in derGroßen Friedrichstraße nnd schrieb dort seine italienischenReiseerinnerungen. Nach dreimonatlichem Aufenthalt siedelteer dann nach Potsdam über, wo er auf dem Hohen WegNr. 12 etwa ein Vierteljahr lebte, und den dritten Bandder „Reisebildcr" schrieb. Dort war es auch, wo er mitder unglücklichen Charlotte Stieglitz bekannt wurde nndihr tragisches Ende in prophetischer Ahnung vorhersagte.
Bald darauf ging Heine nach Paris nnd dort blieber auch bis an sein Lebensende, ein treuer Vermittlerdeutschen und französischen Geistes.
Berlin hat er nie wieder gesehen! Im Jahre 1846 willer die Stadt noch einmal besuchen, nur daselbst seinen be-rühmten Freund Dieffenbach zu consultiren, nnd da da-mals int Vaterlande eine „niedergedrückte, arretirte Zeit"war, fragt er zuvor bei Alexander v. Humboldt an, ob ihmdurch dessen Vermittelung vielleicht ein Aufenthalt von
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