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Kräfte, welche er besaß, »ach wenige» Jahre» schon zer-splitterte.
Für unser» Dichter aber ist es ein ehrendes Zeugniß,daß er der Sache dieses Vereins, die ihm ja die Sacheseines Stammes schien, während seines ganzen Bestehens treuergebe» bleibt. In Berlin selbst versäumte er selten eineVereinssitzung, ja er unterrichtete sogar mehrere Stundenin der Woche in der nengcgründeten Vereinsschnle armepolnische Judcnknaben in Geographie und Geschichte, undnachdem er von Berlin wegreiste, kehrt in jedem seinerBriefe der Gedanke nnd die Nachfrage nach dem Vereinregelmäßig wieder.
Er wollte „dem altersgrauen Judenschmerz" in der Zeit-schrift des Vereins eine Betrachtung widmen; im Interesseder Literaturgeschichte ist es zu bedauern, daß dies der Ver-hältnisse und Zeitumstände wegen nicht ausgeführt worden.
Denn die Eltern und Verwandten, denen noch keinAhnen seiner dichterischen Sendung aufgegangen war,drängten in den jungen Harry, doch nun einmal seineStudien zu beendigen. Sie wußten nicht, daß statt dereisernen Paragraphe trockener Rechtssysteme, statt Pandektenund Fascikeln, Poesie nnd Philosophie den Jüngling vollaufbeschäftigt hatten.
Freilich sah Heine bald selbst ei», daß mit aller Poesieman nicht vocllor jnrm werden könne, ja, daß ihm über-haupt die Erreichung dieses Zieles in der Residenz wohlunmöglich sein würde. So sah er sich denn genöthigr,Berlin zu verlassen, und nachdem er sich am 24. Dec. 1823hatte exmatriknliren lassen, trat er am 19. Jan. 1824 dieReise nach — Göttingen an, um daselbst die höchstenakademischeil Würdeil zu erlangen. Hier lebte denn auchHeine eine Zeit lang ganz dem juridischen Brodstudium, wen»wir seinen brieflichen Versicherungen au die Berliner Freunde