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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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aber es war dies vielleicht auch nicht »öthig für den scharfen,rasch auffassenden Geist Heine's. Die Hegel'sche Philosophielag damals in der Berliner Luft; sie predigte ans den Straßenund dotierte in den Salons. „Ich war jung und stolz" —schreibt Heine über jene Periode später — „und es tharmeinem Hochmuts, wohl, als ich von Hegel erfuhr, daß nicht,wie meine Großmutter meinte, der liebe Gott, der imHimmel residiert, sondern ich selbst hier ans Erden der liebeGott sei." Heine ahnte, daß die Idee, welche jener schwerzugänglichen Doktrin zu Grunde liege, die Idee des Forl-schritts und der Zukunft, der Herrschaft des freien, selbst-bewußten Geistes sei — lind darum wurde er in jenenTagen ein Bannerträger der Hegel'schen Philosophie, dereneifrigste Anhänger überdies seine besten Freunde waren.

In studentischen Kreisen, deren Eigenart ja überhauptschon das großstädtische Leben illusorisch macht, bewegte sicbHeine nur wenig. Ihm behagte es vielmehr außerordent-lich, daß das studentische Element, welches in den kleinenUniversitätsstädten ein eigenartiges, starkes Ferment bildete,,im großstädtischen Leben fast unbeachtet ausgehe. Trotzdemkam er auch hier einmal in echt studentische Händel. EinStudent, Namens Schaller, den Heine von Göttingen anskannte, wurde von diesem nie anders als „Fuchs" tituliert.Das verdroß den langen Schaller, lind er brummte ihmdie herkömmliche studentische Beleidigung auf. „Ich heißeSchaller und nicht Fuchs lind Berlin ist nicht Göttingen."Das Duell mußte also, nach alleil Begriffen von studen-tischer Ehre, vor sich gehen. Es zeigte sich aber schon beimAlltreten, daß beide Duellanten ihre Schläger kaum zu,handhaben wußten. Der komisch-tragische Auftritt endetedamit, daß Heilte sich mit der rechten Lende an derSchlägerspitze seines Gegners aufrannte und mit der üb-lichen Parole „Stich" zu Boden sank. Zndeß war die