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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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der Leitung des Grafen Brühl eine Lieblingspassion derBerliner, und mit ihm oder nächst ihm erst — die Poesie.

Musik, Schauspiel und Poesie — das waren dreiDinge, die die juristischen Collegia der alren GeorgiaAugusta in Göttingen dem jungen Heine nicht boten nnddenen er sich nun ganz nnd gar hingab.

Vor allem ließ er sich — wie man es ihm wohl zuHause eingeschärft hatte — am 4. April l821 als stn-ckiosus juris an der Berliner Universität immatrieuliren.Es schien ihm nothwendig, dies rechtzeitig zu thuu; erhätte es später vergessen können! Aber es war ja doch derHauptzweck seiner Anwesenheit in Berlin, und wurden auchdie ernsteren Studien vor dem betäubenden Lärm des Re-sidenzlebens einige Zeit zurückgedrängt, so räumte doch balddie reifere Erwägung der Lage der überschäumenden Jugend-lust den Platz. Freilich, die damalige Berliner Universitätmag für regsame Geister, wie Heine, auch eine bedeutendeAnziehungskraft gehabt haben. Der frische, jugendlicheGeist, der die nenbegründcte nlurn urnbei- durchwehte, ander eilt Fichte, Schleiermacher, Hegel, Gans, Savigny undandere lehrten, übte einen mächtigen Reiz auf Heine ausgegenüber jenen trockenen Studien alter Zopfgelehrsamkeitin Göttingen.

Und hier liegt der erste und nachhaltigste Einfluß Ber-lins auf die Gcistesschöpfungeu des Dichters. War dies jadie Zeit, wo — wie er sich später höchst drastisch ausdrückt —„er bei den Hegelianern die Schweine hütete!" Es istkeiire Frage, daß die damals prädominirende HegestschePhilosophie der Grundzug jener scharfeit Dialektik ist, dieHeiners prosaische Schriften durchweht, nnd ihnen jene eigen-artige pikante Würze verleiht.

Freilich ließen die mannigfachen Zerstreuungen einernsteres Vertiefen in die Hegelsiche Philosophie nicht zu;