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Die Wahl und Krönung der deutschen Kaiser zu Frankfurt am Main
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Ohlenschlager, goldene Bulle,Urkunden!). S. 15), in welchemer die auf seinen Sohn Wenzel gerichtete Vorwahl zu Rense imJahr 1376 kund gibt, sagt er, dass die Kurfürstensullen vndwellen den (Wenzel) von dem hutigen Tage (Dienstag nachPfingsten) über acht Tage zu Frankenfurt kysen, vnd uff denAltar sezen, alss Recht vnd gewonlich gewesen ist vonAlter.' 1 Wenn nun, wie wir vernommen, die ganze Krönungs-feierlichkeit als eine reine religiöse Ceremonie behandelt wurde,so muss dieser Setzung auf den Altar jedenfalls auch ein kirch-licher Vorgang zum Muster gedient haben. So finden wir dennauch bei der Wahl eines Papstes und vor dessen Krönung,dass derselbe gleichfalls in der Sixtinischen Capelle auf denAltar erhoben wurde, worauf er den Segen erlheilte. Es istgleichsam die Setzung auf den Altar eine Weihung des Neuer-wählten, eine gewisse Heilighaltung seiner Person.

Der zweite Abschnitt der vierten Tafel hat die Unterschrift:Henricus et Margaretha regina coronantur aquisgrani coronaKaroli die regum sequenti. Hier sehen wir den Erzbischof vonKöln nach abgelegtem Kurhabit, während die andern Wahl-fürsten in solchem erscheinen in der erzbischöflichen Klei-dung, mit der Mitra auf dem Kopf, die Krone dem König auf-setzen. Die Krone ist nicht die S. 48 beschriebene Reichs-krone, sondern ganz von der Gestalt, wie sie auf dem SiegelHeinrichs erscheint, ein Beweis, dass die später sogenannteReichskrone, als mit welcher allein eine Krönung vorgenommenwerden konnte, entweder noch nicht bestand, oder doch alssolche damals noch nicht zur Anwendung kam.