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3) Wollen Sie das Reich, das Ihnen von Gott verliehen ist,nach der Gerechtigkeit Ihrer Vorfahren regieren und thäligbeschützen ?
4) Wollen Sie die Gerechtsame des Königreichs und Kai-serthums, die unrechtmässigerweise zerstreuten Güter desselbenwieder herbeibringen, erhallen lind getreulich zum Nutzen desReichs und des Kaiserthums verwenden?
5) Wollen Sie ein gerechter Richter über Arme und Reicheund ein frommer Beschützer der Wittwen und Waisen sein?
ti) Wollen Siedern allerheiligstcn Vater und Herrn in Christo,dem römischen Papste, und der heiligen römischen Kirche ge-ziemende Folge leisten?
Alle diese Fragen beantwortete der Kaiser mit: „Ich willes.“ Derselbe trat hierauf näher zum Altar, legte die beidenFinger der rechten Hand auf das von Aachen mitgebrachteEvangelienbuch und schwur die lateinische Formel: „Alles vor-hergesagte will ich, sofern mir Gott seine Hülfe verleihet, ge-treulich halten; so wahr mir Gott helfe und seine heiligenEvangelia.“
Nach abgelegtem Eid fragte der Erzbischof von Mainz dieUmstehenden: „W T ollet Ihr einem solchen Fürsten und RegentenEuch unterwerfen, sein Reich befestigen und mit Treue unter-stützen, und seinen Befehlen gehorchen, nach den Worten desApostels: Jedermann sei der Obrigkeit unterthan, auch demKönig als einem Vortrefflichem ?“ Alle Anwesenden antwortetenmit lauter Stimme: „Es soll geschehen!“
Nun trat der Kaiser zurück und kniete auf das vor demAltar liegende Kissen, worauf der Consecrator folgende Bene-diction über denselben sprach:
„Herr, der du alle Königreiche von Anbeginn her regierest,sejme diesen unsern Köni°; Franz, und mache Ihn durch dei-nen Segen so gross, dass er seinen Scepter so hoch bringe,wie David, und sich so verdient mache, und herrlich werde,wie derselbe. Verleihe Ihm durch dein Eingeben, dass er dasVolk mit Sanftmuth regiere, gleichwie du den Salomon hastlassen ein friedfertiges Königreich haben; lass ihn allezeit und