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von der Pfalz in die Reiclisacht erklärt und 1623 seine Kur-würde an die Herzoge von Baiern, von der'Pfälzisch-Wilhelmi-nischen Linie übertragen worden war, so wurde im westphä-lischen Frieden, statt der an Baiern übertragenen Kur, eine achteKur für den Regierenden aus der Familie der Pfalzgrafen amRhein, Rudolfinischen Stammes, errichtet, unter der Bedingung,dass jene Baierische, nach Abgang des Wilhelminischen Manns-stammes , an die Rudolfinische Linie des Hauses Pfalz rück-fallen und hierdurch die neue achte Kur erlöschen solle. Wirk-lich starb im J. 1777 diese Linie mit Kurfürst Maximilian Josephvon Baiern aus, und die baierischen Lande fielen an Kurpfalz,wodurch die baierische und die pfälzische Kurwürde wieder zu-sammeufielen. Im Jahr 1692 war aber eine neue Kurwürdein der Kurhannöverischen Linie, aus der Familie der Herzogevon Braunschweig-Lüneburg, aufgekommen, welche K. Leopold I.eigenmächtig ernannte, wogegen die Reichsstände Widersprucherhoben, bis 1708 durch einen Reichsschluss diese Kurwürdeihre Bestätigung fand.
Durch den Lüneviller Frieden 1801 erloschen die Kurfürsten-thiimer Mainz, Trier und Köln, dagegen sollten drei neue Kur-fürsten ernannt werden. Inzwischen hielt Oesterreich die demErzherzog Ferdinand, Grossherzog von Toscana, zugedachteEntschädigung von Salzburg und Berchlolsgaden nicht für hin-reichend und verlangte für denselben auch eine Kurwürde, Indem Reichsdeputations-Hauptschluss vom 25. Februar 1803wurde in §. 25 bestimmt: „Der Stuhl von Mainz wird auf dieDomkirche zu Regensburg übertragen. Die Würden eines Kur-fürsten, Reichserzkanzlers, Metropolitan-Erzbischofs und Primasvon Deutschland bleiben auf ewige Zeiten damit vereinigt.“§. 31. Die Kurwürde wird dem Erzherzoge Grossherzog er-theilt, desgleichen dem Markgrafen von Baden, dem Herzogevon Württemberg und dem Landgrafen von Hessen-Cassel. Jenesalzburgische Kurwürde dauerte jedoch nicht lange, indem derFriede von Pressburg vom 26. December 1805 im Art. XI. ver-fügte, dass durch Abtretung des Kurfürstenthums Salzburg vonSeiten des Erzherzogs Ferdinand an Baiern und des letztem
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