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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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bitte ich Sie, mir das Vergnügen Ihres Besuches am nächstenMittwoch oder an einem der folgenden Tage der Woche zu bereiten.Ich rechne auf Ihr Wohlwollen, ich wollte sagen „clvur sir", weilnach alledem, was ich von Ihnen gelesen habe, Sie so ganz erfülltsind von England, daß ich immer in die Versuchung komme, IhnenEnglisch zu schreiben.

Ich bewundere in der That Ihre ausgezeichnete Kenntniß jenesmerkwürdigen Landes jenseits des Canals, welches noch auf langeZeit hinaus ein Riithscl für so viele Franzosen bleiben wird!Tausend herzliche Grüße von Ihrem ganz ergebenen

H. Heine.

Dieses Schreibell ist eines der wenigeil, die wir vonHeines Korrespondenz mit französischeil Schriftstellern be-sitzen. Und doch muß diese Korrespondenz gerade von beson-derem Interesse sein. Es wäre zu wünschen gewesen, daßdie Heransgeber derfranzösischenAusgabe, anstatt diedeutschenBriefe einfach zu übersetzen lind zusammenzustellen, mehrauf jene französischen Briefe ihr Augenmerk gelenkt hätten.Welch eilt Material für die Biographie des Dichters undim Besoudern für seine Beziehungeil zu der französischenLitteratnrwelt, welch eine Fülle von Geist und Witz müsse»seine Briefe an George Sand, Theophil Gautier, FranhvisMignet, Michel Chevalier, Leon Gozlan, Alphons Roper,Thiers, Gliizot, Michelet, Böranger, Eugen Sue, HectorBerlioz, Delphine Girardin lind die Gräfin d'Agoult insich bergen! Mit all' Diesen hat Heine nachweislich in regelnBriefwechsel gestanden — und keiner seiner Briefe all die-selben ist bekannt geworden. Sollte dieser ganze Briefschatzwirklich lind unwiederbringlich verloren sein?

Der letzte der unbekannten Briefe ist an den bekanntenfranzösischen Schriftsteller Emile Montögut gerichtet undebenfalls mit Bleistift geschrieben. Er hat folgenden Wort-laut: