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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
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-nun gewiß sehr lieb, wenn Sic aus der „Eleganten Welt" einenguten Theil dieser Arbeiten in der „Allg. Ztg." reproduzirenkönnten. Haben Sie die Sachen gedruckt vor Augen, so schwindetvielleicht manches Bedenken. Es ist mir höchst schmerzlich, daßich über die wichtigsten Angelegenheiten mich nicht in der „Allg."aussprechen kann und ganz neutrale Sujets wählen müßte, umwenigstens den Posten zu behaupten; jedenfalls seien Sie ver-sichert, daß ich nie an Ihrem guten Willen zweifle und der meinigegroß ist. — Sie würden mich verbinden, wenn Sie gelegentlichan Herrn von Cotta wissen ließen, wie wenig es meine Schuld,daß die „Allg. Ztg." so lang nichts von mir brachte und vielleichtnoch eine Weile lang nichts von mir bringen wird. Ich dürftevielleicht, wenn ich meine Rciscplänc ausführe, Herrn von Cottanöthig haben. — In etwa 3 Tagen gehe ich ins Bad, wo ich mehrereMonate verweile. Ist es mir möglich, so schicke ich Ihnen etwasvon dort; ein großer Artikel über die Angriffe der „Revue ckssüsux HIonäes" gegen das Buch der Loixiososo, welche hier so vielLärm machten, liegt angefangen und ich hatte keinen Muth weiter-zuschreibcn. Diese Entmuthigung ist ein größerer Schaden. —

Mit Espartero muß es sehr, sehr schlecht stehen; Haller siehtnämlich sehr blaß aus. Meine Adresse ist immer: 46 taudourZRoissonniöro. Leben Sie wohl und bleiben Sie sreundschaftlichstzugethan

Zhrem vertrauensvoll ergebenen

H. Heine.

Aber Liebster! Liebster! vergessen Sie nicht die Artikel gleichanLaubc zu schicken. DcnkleinenältercnsübcrLudwigPhilippu.s.w.jschicken Sic mir gelegentlich hierher nach Paris.

Man ersieht aus diesem Schreiben, mie diplomatischauch ein Heine mit seinen Redakteuren umgehen mußte undwie viele Artikel ihm zurückgeschickt wurden — ein Trostfür dasjungeGeschlechtlebenderDichter und Schriftstelleriuen!Der Artikel über die Fürstin Belgiojoso, Heines Frenndin,ist wohl nie geschrieben resp. veröffentlicht worden. Derobenerwähnte Haller, der für den spanischen General Espar-tero Partei nahm, war gleichfalls Korrespondent deutscherZeitungen. Die beiden folgenden Briefe führen uns wieder zu