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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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der Enttäuschung, den dies Fragment hervorgerufen, umso mehr konstatirt werden, je größer die Liebe zu demDichter, je inniger seine allgemeine Anerkennung und eindauerndes Interesse für seine unsterblichen Schöpfungenersehnt wird. Erhält sich das Interesse für Heine trotz dieserEnttäuschung auf dem gleichen Niveau, dann haben dieMemoiren" ein nicht gering anzuschlagendes Verdienst,von dem Heine, als er dieselben, wahrscheinlich im Zahre1854, schrieb, allerdings keine Ahnung hatte. Ebensowenigwie er ahnen mochte, daß diese Memoiren einst in gewisserHinsicht sogar zu einer Parallele zwischen ihm und LordByron führen würden. Es ist bekannt, daß anch ByronsAufzeichnungen nur bruchstückweise vorhanden sind. Demneuesten Biographen Zefferson zufolge soll ein Familien-rath bald nach dem Tode die Vernichtung beschlossen undausgeführt haben. Nach anderen Mittheilungen soll sichnoch eine Handschrift derselben in den Händen einer drittenPerson befinden die eine besaß Mrs. Leigh und eswäre sogar Aussicht vorhanden, daß sie noch einmal dasLicht der Welt erblicken werden. Aber noch mehr. Auchvon Byrons Memoiren hieß es,daß der Verlust derselbennicht zu bedanern sei"; und daß durch dieselbendie Kenni-niß seines Charakters gewiß nur sehr unwesentlich hätteerweitert oder berichtigt werden können." Schon im Zahre1822 hatte August Wilhelm von Schlegel zu Heine gesagt,daß ihm das Uebersetzen Byrons leicht werden müßte, daerAehnlichkeit im Charakter mit Byron habe." Und alsByron starb, schrieb Heine im Zahre 1824 an Moser nachBerlin:Byrons Tod hat mich sehr erschüttert; ich gingmit ihm tun, wie mit einem Spießgesellen". Was hätteer erst gesagt, wenn er das Schicksal seiner und ByronsMemoiren" geahnt oder gekannt und die Schlüsse gelesenhätte, die die Nachgeborenen ans diesen Schicksalen ans den