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Manne nach München, und da ist es vor Allem Wilhelmv. Kaulbach, dessen Atelier die größte Anziehungskraft aufsie ausübt, und dessen Genius sie ihre Verehrung zollt.Kaulbach malte damals gerade an der „Hunnenschlacht",und die begeisterte Engländerin weiß nicht genug des Lobesfür diese große historische Komposition nach Hause zu be-richten. An diesen Besuch knüpfte sich eine dauernde freund-schaftliche Beziehung zu dem berühmten Maler.
Nach der Rückkehr in die Heimat widmete sich das Paarausschließlich literarischen Studien und Arbeiten. Sie über-setzten gemeinsam ein juristisches Werk vou Anselm Feuerbach— wahrscheinlich auf Veranlassung ihres Vaters — und LadyDuff Gordon allein übersetzte den bekannten Roman vonWilhelm Meinhold „Die Bernsteinhcxe", der damals sogroßes Aufsehen in Deutschland erregt hatte, daß FriedrichWilhelm IV. den Autor, eiucn pommerschen Landpfarrer, nachBerlin kommen ließ, um ihm persönlich dafür zu danken.Heute ist die „Bernsteinhexe" längst im Schutt der Leih-bibliotheken vergraben und vergessen.
Der Erfolg, den ihre Uebersetzungen hatten, veranlaßtesie, dieses Gebiet weiter zu kultiviren. Im Jahre 1847übersetzten sie wieder gemeinsam Rankes „Preußische Ge-schichte" ins Englische, und später schrieben sie auch einselbständiges Buch — es ist das einzige geblieben — „Skizzenaus dem deutschen Leben", in welchem sie die Erfahrungenund Beobachtungen, welche sie in Deutschland gemacht,niederlegten. Auch auf socialem Gebiete entfaltete das edlePaar eine rühmliche Thäligkeit. Die energische Lady grün-dete auf ihrem Landsitze in Esher eine Schule, eine Biblio-thek und widmete diesen Anstalten dauernde Aufmerksamkeit.
Von diesem Landsitz aus macht sie auch eines Tagesdie folgende interessante Mittheilung in einem Briefe aneine intime Freundin: „Wir haben soeben die Uebersetzung