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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
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nun auf, daß die Musikstunden ein ganzes Jahr hindurch aufdiese Weise gegeben worden waren und Heinrich auch nichteinmal die Scala richtig zu spielen vermochte. Der Lehrerwurde verabschiedet, und bei dem allsgesprochenen Wider-willen Heines hatte der Musikunterricht ein für allemal seinEnde erreicht.

Das war der Anfang von Heines musikalischem Leben;die Fortsetzung lind der Schluß geben diesem wundervollenBeginn nichts nach. Heine hat es nie wieder versucht, einInstrument zu erlernen und theoretische Musikstudien, soviel ich erniren konnte, nie betrieben. Auf der Universitätging er den Veranlassungen, die sich ihm dazu boten, vor-sichtig aus dem Wege, und sein späteres Leben war von sogrellen Dissonanzeil begleitet, daß ihm der musikalische Zuhältfast gänzlich abhanden kam. Er verkehrte wohl hier undda mit Componisten, seltener mit Musikern; in Berlin undiil Hamburg besuchte er auch zuweilen die Oper, wenigerernste Concerte, und das Höchste, wozu es seine musikalischeBegeisterung bringen konnte, war wohl die Anbetung einerOperndiva oder eine Satyre auf Weber'sFreischütz" unddas bekannte Lied vom Zungfernkranz ans veilchenblauerSeide, im günstigsten Falle eine überschwengliche Para-phrase des Geigenspicls von Nicola Paganini, in das ereinen förmlichen Roman hineindichtete, der dem abenteuer-lichen, blassen Geiger gewiß so fremd wie möglich gewesen,und voil dem noch weiter unten die Rede seilt wird.

Erst lim die Wende seines Lebens, mit seiner Ueber-siedlung nach Paris im Zahre 1830, kam in sein Daseinetwas Ruhe und Musik. Das lebensprühende Parisbrachte ihn mit allen Notabilitäten auf dem Gebiete derMusik in Verbindung, zum Theil in nahe Berührung. Zuden Salons von Ferdinand Hiller lind Maurice Schlesingerlernte er die Helden der Geige und des Clavi.rs wie die

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