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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
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ausgegeben, was er nie gewesen. Ging nach einer Stundeherzlich entlassen. Der Bestich hatte mich heiter gestimmt."")Wer Grillparzer's Reise-Tagebuch ganz durchgelesen, wirddiese später noch einmal wiederholte Bemerkung vollauf zuwürdigen wissen. Nicht oft finden wir in diesen drei Monatendie Bemerkung, daß er heiter gestimmt sei. Wir dürfen alsoannehmen,daß der Eindruck dieses Besuches in dcrThat ein sehrangenehmer gewesen, umsomehr, da er noch nachwirkte, alsGrillparzer gegen Ende des Jahres seine prächtige Selbst-biographie schrieb. Auch in diesem Buche voll Wahrheit undohne Dichtung finden wir den Besuch bei Heine erwähnt.Grillparzer erzählt, daß er ihn in Fülle der Gesundheit,aber in sehr beschränkter ökonomischer Lage fand. Heine/sganze Bibliothekbestand in Einem, wie er selbst sagte,entlehnten Buche." Zu den zwei kleinen Zimmern, die erbewohnte, herrschte große Unordnung; im erstenmachten sichzwei Weibsbilder" Mathilde und Panline wahrscheinlichmit Betteil lind Kissen zu schaffen"; das zweite, kleinere,Heine's Arbeitszimmer,bekam durch die Spärlichkeit derMöbel fast das Ansehen des Geräumigen oder doch desGeräumten." Als Grillparzer seinen Namen nannte, zeigteHeine große Freude und sagte ihmviel Schmeichelhaftes,das er wahrscheinlich in der nächsten Stunde vergessen hat."Zu jener Stunde aber unterhielten sie sich vortrefflich undGrillparzer kommt noch nach einem Zahre zu dem Geständniß:Zch habe kaum je eineil deutschen Literator verständigerreden gehört." Mit der ihm eigenen Wahrheitsliebe fügtGrillparzer dieser Erklärung sogleich die Erwähnung desPnnktes bei, an dem sich seine Ansichten von denjenigenHeine's vollständig trennten: Heine hatte bei aller Miß-billigung des Einzelnen einen großen Respect für das Ganze

*) Grillparzer's gesammelte Werke X. 322.