halber nicht zu schreiben," heißt es in diesem Briefe, „eswäre schade nm das liebe Porten Mein Bruder hat, miteiner Geldzugabc, ein einstweiliges Unterkommen in Holsteingefunden."
Indeß scheint es Gustav mit der Landwirthschaft nichtgeglückt zu sein, denn schon im Jahre 1827 finden wir ihnin Hamburg, wo er ans dem „Großen Burstah" Nr. 90ein Speditions- und Productengeschäst, natürlich mit Hilfedes reichen Onkels Salonton Heine, begründet hat. Selt-sam, daß die Nekrologe von all' dem nichts zu erzählenwußten! Aber auch dieses Geschäft brachte er nicht zur Blüthe— schon im Sommer 1829 'mußte er dasselbe liquidiren.Während dieser Hamburger Periode waren Gustav undHeinrich treue Kameraden. Gustav lieh Heinrich zehnLonisd'or, Heinrich empfahl Gustav seinen reichen Börsen-freunden. (Der Genauigkeit halber sei hier nur kurz er-wähnt, daß Heinrich schon nm (.Dezember 1827 die zweiMonate vorher entliehene Summe bezahlt hat.)
Wenn wir uns ein Bild von Gustav Heine aus jenerPeriode entwerfen wollen, so kann uns dazu eine kleineGeschichte verhelfen, die August Lewald, also ein treuerWardein, berichtet hat. Als Heinrich zum erstenmale (1827)die Bekanntschaft dieses Schriftstellers machte, erzählte ihmderselbe, er habe bereits in Hoopte Jemand getroffen, derwahrscheinlich nichts Geringeres im Sinne gehabt, als sichfür ihn auszugeben. In Hoopte, wo die Elbfähre dieReisenden aus dem Königreich Hannover in's hanseatischeGebiet hinüberführte, war ihm nämlich ein junger Reiterbegegnet, der von Lüneburg, wo Samson Heine damalsnoch lebte, nach Hamburg wollte. Der junge Mann, andem Lewald nur die sehr große Nase bemerkenswerth fand,war sehr gesprächig. Mit unermüdlicher Conseguenz gaber eine Menge Geschichten zum Beste», Avantüren mit