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gnade fiel) vorschob, da er für seinen Bruder wohl eine glän-zendere Verbindung in Aussicht nehme» mochte; daß aberdie Prinzessin dem Grafen Griffenfcldt Gehör zu gebensich nicht entschließen konnte.") Unter diesen Umständen mußtees deni Könige von Dänemark nur erwünscht sein, als manbemerkte, daß der Graf Anton I. Freiherr von Aldenburg,der als ein sehr vortrefflicher und dabei sehr reicher Manngeschildert wird, die Neigung der Prinzessin gewann, unddaher erklärt es sich auch, warum der König so sehr diePrinzessin, die auch bereits schon 28 Jahre alt und nichtsweniger als reich war, drängte und sie leicht bereden konnte,dem Grafen Anton I. ihre Hand zu geben. ^) Die Hei-rath wurde möglichst beeilt, und nicht einmal die Einwilligungder Familie der Prinzessin eingeholt. Die Mutter der Prin-zessin, die Herzogin von Tarente, eine gebornc Prinzessin vonHessen-Kassel, war wegen dieser Heirath sehr aufgebrachtgegen ihre Tochter,'^) ganz Deutschland seufzte über denSchimpf, den man dem Wappenschildc der guten Tarenteangcthan hatte, ff) und die Frau von 8evi»n6 und ihre
5) Vcrgl. den Brief der Frau von Sevigne an ihre Tochter, vom2. Oktober 1675.
55) Schreiben der Frau von LeviZne an ihre Tochter vom 3. Mai>680. S. 316.
555) Die Frau von Sevigne schreibt an ihre Tochter am 7. Juli 1680über die Herzogin von Tarentc: Sa siiis est trsnsporlee äe Ms; eiisest en /tiiemsgne, ravis ä'svoir Mite ie vanemareli, ebarmse <is sonmuri et äs ses rickesses. Lite s'est un peu preeipitee äe se »tariersvsnt les signatures äe toule sa lainiile: Is in vre est en colere,etc. — Die Hcirath fand statt, 10. Mai 1680.
-s) Schreiben der Frau vvn Levissne an ihre Tochter vom 3. Mai1680: „laute I'Mieina^ne soupire äs I'autrsAS ezu'on Isita I'eoussrin äs >a banne larente, mais >s Kai Inj pari»l'sutrs jaur si sZreablement sur cette sstäire, et son neveu, >e Kai äeIZanenisrok, et ineme I'amour, lui kont äe si pressantes sailicitatians,qu'eiie s'est renäue. Liie vint me eonter taut eeia I'sulre four." —Der Prinzessin selbst hatte man, wie sich aus demselben Briefe der Frauvon Sevi^ne ergibt, den Glauben beigebracht, der Graf Anton I. seiaus einer morganatische» Ehe erzeugt worden-