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Ueber hohen Adel und Ebenbürtigkeit : nach d. dt. Reichstaatsrecht u. d. dt. Bundesrecht überhaupt u. mit Rücksicht auf d. gräfl. Bentinck'schen Rechtsstreit insbesondere ; zugleich e. krit. Beleuchtung d. Schrift: 'Die Competenzfrage in dem gräflich Bentinck'schen Successionsstreite. E. rechtl. Gutachten...erstattet von Dr. J. Pözl, ... , München 1853.'
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205
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wohl gar wenig auf sich; denn abgesehen davon, daß dieseganze Behauptung unschlüssig ist, und der König von Däne-mark recht wohl sich gnädig bewogen finden konnte, die fraglicheEhe zu gestatten, wenn gleich er nicht im Entferntesten darandachte, eine Ebenburt des Grafen Anton II, anzuerkennen,so handelt es sich hier nicht darum, was ciuem ausländi-schen Monarchen anzuerkennen beliebte, sondern ob der GrafAnton II, wirklicher deutscher Neichsstand war oder nicht,und daß er es nicht war, ist thatsächliche, unumstößliche Wahr-heit. Uebrigenö bestanden in dem k. dänischen Hanse bekannt-lich nach dem dänischen Königsgesetzc von 1665 durchaus keineEbcnbürtigkeits- und Mißheirathsgrundsätze.

8 90.

o) Dic Heirath des Grafen Anton I, von Aldenburg mit der Prin-zessin in Iremo utile insbesondere.

Da nun einmal das Pözl'schc Gutachten S. 107 denhohen Adel der Aldenburgischen Familie in das Gebiet derbgins" hinübergespiclt hat, so ist es nicht mehr als billig,daß auch die Kritik in dieses Gebiet hinübertritt und dieMeinungen und Urthcile der Zeitgenossen über denhohenAdel" derGrafen von-Aldenburg" an's Licht zieht. Indieser Beziehung ergeben sich nun ganz interessante Aufschlüsseaus den Briefen der Frau von Le'vi^ne an ihre Tochter, dieFrau von KiiKUgn, Aus diesen Briefen ersieht man, daßdie Prinzessin Ig Iremouille schon im Jahre 1675 an demHofe von Kopenhagen sich befand, und dort von dem Königeso wie von der Königin sehr vorgezogen wurde: daß ein jün-gerer Bruder des Königö stark in die Prinzessin verliebt warund auch sie keine Abneigung gegen den Prinzen hatte: daßdie Königin dic Bewerbungen des Prinzen unterstützte, derKönig aber seinen Günstling, den Grafen Griffcnfeldt(der ursprünglich Schuhmacher hieß, und später in Uu-

lettre« äs Nsäsme de Sevtgns » ss ti»e et ü «es amts.dlouvelle eäition, psr ?l>, ,4, KrouvsIIe. ä baris, 1806.