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Ein gantz neues und nutzbares Koch-Buch, In welchem zu finden, Wie man verschiedene herrliche und Wohl-schmäckende Speisen von gesottenen, gebrattenen und gebachenen, als allerhand Pastetten, Dorten, Karpfen, [et]c. sehr künstlich und wohl zurichten. Wie auch Allerhand eingemachte Sachen, so zum Confect auffgesetzt werden, bereitten solle : Wobey Ein Register ... Sambt Einer kurtzen Ordnung, wie man sich täglich in essen und Trincken verhalten solle, damit nicht unzeitige Kranckheiten verursachet werden
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Seite
82
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Roch-Vuch.

chen und sieden lassen/ alsdann soll man denselben Wein nehmen/und soviel darzu giessen / so viel man Sultz machen will/ allezeit auf ein PfundHechten ein Maß Wein/ und Hey einem Seitel schsne lautere ArbessupiPen/und so viel Eßig/daß fein rckß wirb/auch ein paar gantze Zwifelhck-pel/ und etliche ungeschällte Aepffelspckltl / die muß man bey Zeiten heraußthun/ daß sie nicht zerfallen; man mag auch von etlich frischen Lemoni daSSaure hinein drucken/und alles in einem glaßirten Hafen/^der verzinn-ten Kessel sieden lassen/ darnach soll man nehmen folgendes Gewürtz:Imber gar sauber gewaschen/ und grob geschnitten/ Pfeffer mit einemTuch sauber abgerieben/Muscatblühe gewaschen/auch Nckgerl gewaschen/deren sollen nicht zu viel seyn/auchZimet/der muß zimlich vil seyn/ daß solleman in ein oder etliche Sckckel nckhen/auch gantze Safranblühe in ein Sä-ckel besonder nähen und in der suppen sieden lassen/biß vom Gewürtz dierechte Rckß/und vom Safran die rechte Färb hat/es muß wohl gelb seyn/auch muß man ungestossenen Zucker darunter legen/ so viel/ daß süß genugist/alsdann soll man die Sckckel herauß thun/wanns schier gesotten ist/sollman den Fisch darein legen/und ihn an die statt sieden lassen/ wann er ge-sotten/ aufein Bred legen/ daß er erkaltet/ und die Sultz sieden/biß sie ge-stehet; will man die Sultz ein Zeit behalten/ soll man den Fisch in ein erde«nes Geschieh legen/zuvor am Boden geschallt/ und wohl abgetrocknet/Mandel und Lorberblcktter/ darnach ein weiß wollenen Sack von gutenKern«Tuch darüber aufyencken/die Sultz also heisser darein giessen/undwanns ein Weil gerunnen/ wieder Mandel und Lorberblcktter darzwischenlegen/ und die Sultz solgends lasten daraus rinnen/und an einem kühlenOrth stehen lassen / wann man davon brauchen will/ soll man ein Stuckvon der Sultz sambt den Mandeln und Lorberblcktter darzu legen ; willmans aber alsobald verzehren/ so ists besser/ daß man die Sultz besondergiest/ sie ist besser anzurichten / so solle man auch von frischen Lemoni brei-te Schnitzel darzwischen legen.

584. HinRarpffen in einer gmen Suppen.K>An soll von zwcyen Karpffen das Blut im Eßig fangen/ und wohl^"rühren/ und so viel Wein daran giessen/ daß der Fisch darinnen siedenkan/ und deß Eßig muß so viel seyn/daß es wohl sauer wird/ wann es nunausstehet/soll man ein gutes Stuck Zucker/daß es fein süß wird/ und dochdie Saure fürschlägt/ daran legen/ darnach mit allerleo Gewürtz gewür-tzen den Fisch/wann er zuvor geschüpt/ und im Saltz gelegen ist/ darein le-gen/und wann er schier genug gesotten hat/ herauß nehmen/ und die Sup<pen wohl lassen einsieden/wanns schier gar ist/den Fisch wiederum dareinlegen/allzeit nur zwey Stuck aufeinmahl; wann man schier will anrichtenein frischen Lemoni klein darein schneiden/sein aufden Tisch legen/ unozu-

gedeck-