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Ein gantz neues und nutzbares Koch-Buch, In welchem zu finden, Wie man verschiedene herrliche und Wohl-schmäckende Speisen von gesottenen, gebrattenen und gebachenen, als allerhand Pastetten, Dorten, Karpfen, [et]c. sehr künstlich und wohl zurichten. Wie auch Allerhand eingemachte Sachen, so zum Confect auffgesetzt werden, bereitten solle : Wobey Ein Register ... Sambt Einer kurtzen Ordnung, wie man sich täglich in essen und Trincken verhalten solle, damit nicht unzeitige Kranckheiten verursachet werden
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448. Ochsen, Zungen / ganye Gänß und schwemene Gammeneinzupaiyen / daß schon roch werden.H>Imb rothe Ronruben/Weinschärlingsieddie Ronruben/schäl sieunb^ ^schneide sie Schnittlweiß/ die Weinschärling stoß gar klein/ nimb gutenCßig und Saltz / und so osst ein Leg deß obbemelten Fleisch / das man ein«paitzen will / so offt Saltz/ rothe Rüben und Weinschärling daraus/undfein mit einem Pfriem zerstochen die Hammen/ Zungen oder Gänß / ehe«ans einpaitze/ wohl das Saltzhineingeriben/und wohl geschwärt/undost umbgetehrt/ daß die obbemelte Säure sein darüber gehet/im Som-mer «in kühles Orth / im Winter aber in der Wärme/ daß dasSaltz wohlhineingehet/ z.oder 4. Wochen stehen lassen/und hernach in Rauch ge-henckt/ «it Cronabeth- Holtz offt geräuchert und fein vermacht/daß derRauch w ohl darb ey bleibe t / und schön roth werden. ____________

ton allerhand l^ncklten und eingemach-ten Sachen.

449. wie man Zucker läureen soll.

l Uf ein Pfund Zucker / nimb ein halb Seit! Wasser / tl)ue beydesMl sammen m ein Pfann/ laß anfeinem Kohlfeuer zergehen/und wanes anfängt zu sieden / so thue das Weiß von einem Ay / das zuvor wohlgeklopfte sep/ daran/laß mit einander sieden/ faimbe das Unsauber fieis-sig herab/ sambtdem Ay/und laß den Zucker noch ein Weil sieden/bißdas Wasser fast eingesotten ist.

450. H<5nig zuläurern / und Frscke einzumitcken.5s>Imbein gutTheil Honig/ setze ihn aufs Feuer/ in einem Meßingen^ ^ Kessel oder Pfannen / die man zum einmachen braucht/ saime es alle«weil fleißig ab/ rühre es um/ damit es nicht anbrennt/wilst du wissen/wan das Honig genug gesotten/ sonimbeingantz Hüner« Ay/thueesmdas Honig/fallt es zu Boden/ so ist es nicht genug gesotten/schwimet esaber/so ist das Honig gerecht vor die Frucht. Nim die Frucht welche duwilst einmache/schäle sie/etliche muß «an zuvor siede/alsAepffel und Biernund was dergleichen ist/ die andere/ alsWeixel/ Kirschen und derArth/darff man zuvor nicht sieden/welche man zuvor sieden last/ muß man wohlabtrücknen lassen aufeinen Sib/und darnach in dem Honig sieden lassen/und ohne Unterlaß abfaimbt.Wilst du wissen/wann es genug gesotten/sonimbeinzinnenDa'ller/ laß etliche Tropffen darauffallen/ halte dasDäller anfdie Seiten/ ist es/ daß die Tropffen fest steh,» bleiben/und nichtabrinnen/ so ists genug gesotten wo nicht so laß es länger sieden/aufdiseWeiß kanst du allerlep Frucht in Honig einmachen.

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