Bei dem Rückzug aus der Domkirche zur Mahlzeit ritteneinige Personen- *) nach, und warfen zur Erinnerung an dieKrönung unter das Volk Krönungsmünzen, Diese Verrichtungerhielt nun
5) der Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg, als Erzschatz-meister, oder in dessen Abwesenheit der Reichserbschatzmei-ster Graf von Sinzendorf. Derselbe begab sich zu Pferde aufden Römerberg, that aus einem anhängenden Beutel mit Krö-nungsmünzen unterschiedene Würfe unter das Volk, und begabsich dann wieder in den SpeisesaaL Köhler in Histor. Münz-Belustigung VII, S. 393 gibt Mittheilung über die Krönungs-münzen. Die letzten von Franz II. sind die, welche wir auf Taf.IV. in Abbildung mittheilen: Fig. 1. Avers; Schrift: FranciscusHung. et Boh. Rex. Arch. Aust. M. D. Hetr. electus. Rex roma-norum. coronatus Francofurti XIV. Iul. MDCCXCII. Revers: Schwertund Scepter kreuzweise, in deren Mitte der Reichsapfel, überdemselben schwebt die deutsche Königskrone; Ueberschrift:Lege et fide. Fig. 2, ganz gleich, nur kleiner.
Man Hess auch aus einem auf dem Römerberg errich-teten Springbrunnen hüben rothen und drüben weissen Weinspringen, und eine Menge weisses Brod unter das Volkwerfen.
Nachdem der Kaiser das Alles in Augenschein genommenhatte, begab sich derselbe nach abgelegter Krone zur Tafel.Diese soll nach der goldenen Bulle cap. XXVIII. §. 1. sechs Fusshöher sein, als alle andere, und ausser dem Kaiser oder Königniemand anders daran sitzen. Der kur-brandenburgische Gesandtereichte das Waschbecken und Handtuch dem Kaiser zurWaschung der Hände. Der goldenen Bulle cap. 27. §, 3. ge-mäss standen die geistlichen Kurfürsten vor der kaiserl. Tafel,und Kur-Mainz sprach das Benedicite, worauf Kur-Trier und
*) Bei den Krönungen Mathias (1612) und Ferdinand II. (1619) heisst es!„endlich aber seynd geritten etliche Archibusier vor denselben, welchedie neue kaiserliche Müntz von Gold und Silber ausgeworfen.“ Lers-ner Franhf. Chronik I. 210. 225.
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