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len Sehens- und merkwürdiger Sachen in des heil. röm. Reichs-Stadt Nürnberg“ herauskam, finden wir das Portrait Sigismundsim Vergleich mit seinem Siegelbild und dem Bildnisse von Al-brecht Dürer zu Nürnberg ähnlicher und Hessen hiernach dieZeichnung anfertigen, obwohl der Krönungsmantel und dieAlba hier mit den Abbildungen Taf. VI, 2. VII. 2 nicht iden-tisch sind.
In seinem und im Namen sämmtlicher Kurfürsten gratulirteKur-Mainz dem Kaiser, worauf derselbe eine Danksagungsant-wort erstattete. Der Kurfürst von Mainz wendete sich gegendie Seite des Altars und intonirte den Ambrosianischen Lobge-sang, welcher von der Kapelle unter Lautung aller Glocken,Lösung der Geschütze, Trompeten- und Paukenschall und dem Ju-belgeschrei des Volks: Vivat Kais er Franz abgesungen wurde.
Kur-Mainz, Kur-Trier und Kur-Köln begaben sich zur Ab-legung ihrer Pontifikalien und Anlegung der Kurkleidung in dieSakristei, während dem Kaiser von dem kur-sächsischen Ge-sandten das blosse Schwert Karls des Grossen von Nürnbergüberreicht wurde, womit er auf dem Thron sitzend, unterfortwährendem Gesang des Te Deum landamus mehrere Grafen,Freiherren, Herren und Nürnberger Patricier zu Rittern schlug *).
Nach vollbrachtem Ritterschlag verfügte sich der Kaiserwieder in seinen Betstuhl, wo gleich darauf vor Ihro Majestätder Dechant und Sänger des königlichen Marienstifts von Aachenerschien und dem Kaiser anzeigten, wie ein jeder römischerKönig gleich nach seiner Krönung zu ihrem Mitcanonicus auf-
*) Was waren die Reichsritter, die den kaiserlichen Ritterschlag erhielten,was waren ihre Vorrechte vor der Reiohsritterschaft in Schwaben,Franken und am Rhein, waren sie zu Reichsdiensten verpflichtet und inwelchem Verhältniss ständen die Fürsten, die zu Ritter geschlagenwurden? Diese in den Periodischen Blättern der Geschichts- und Alter-thumsvereiue von Kassel, Darmstadt, Frankfurt und Wiesbaden 1857no. 9. und 10. Seite 326 gestellten Fragen haben durch L. v. MarquardSeite 344 daselbst eine treffende Beantwortung gefunden, wonach alsder Hauptzweck des ertheilten Ritterschlags zu betrachten ist: Er-höhung der Krönungsfeierlichkeit und Manifeslirung einer Machtvoll-kommenheit, die nur einem gekrönten Haupte zustand,