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Die Wahl und Krönung der deutschen Kaiser zu Frankfurt am Main
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Rom. Imp. Germ. Norimbergae adservatis nach Friedrich Ju-venells Zeichnungen stechen, und zwar in ihrer wahren Grösse.Derselbe gab sodann 1790Beschreibung der sämmtlichen Reichs-kleinodien und Hciligthümer, welche in der H. R. Reichs freienStadt Nürnberg aufbewahrt werden, im Druck heraus. Allediese Arbeiten werden jedoch in Schatten gestellt durch dasneueste Hauptwerk hierüber. Durch die Munificenz Seiner Ma-jestät des Kaisers Franz Joseph von Oesterreich, des erhabe-nen Beschützers der Wissenschaften, wird nämlich durch denDomkaplan und Conservator des Erzbischof]. Museums in Cöln,Dr. Friedrich Bock, in der Staatsdruckerei zu Wien ein Pracht-werk vorbereitet:Die Kleinodien des ehemaligen römisch-deutschen Reichs, das auf kaiserliche Kosten erscheinen soll.Andeutungen über dasselbe sind nicdergelegt in denMitthei-lungen der k. k. Centralcommission zur Erforschung und Er-haltung der Baudenkmale, März- und Maiheft 1857.

Nach Ebner von Eschenbach haben wir auf Taf. VI., VII.und VIII. die Krönungs-Insignien abbilden lassen.

Die Insignien sind aber folgende:

I. Krönungsornat:

1) Die Reichs kröne. Sie ist ganz von Gold und wiegt14 Mark, 11 Loth und 3 Quentchen. Sie besteht aus acht Feldernund ist hierdurch achteckig. Das vordere Feld ist mit Edel-steinen und Perlen verziert; und hat oben ein Kreuz, welchesdurch einen goldenen Bogen mit dem hinteren Theil der Kroneverbunden ist; über dem Bogen acht halbrunde Abtheilungen,in deren letzten aus Perlen gefasst steht: CHVONRADYS DEIGRATIA ROMANORY IMPERATOR AYG. Da Konrad I., III. undIY. die Kaiserwürde nicht inne hatten, so kann die Inschrift nurKonrad II., -\- 1039, bezeichnen; allein sein Name kommt in kei-ner Urkunde, Siegelumschrift u. s. w. mit dem Buchstaben 0vor, wodurch das hohe Alter und die Gleichzeitigkeit der In-schrift mit der Krone verdächtig wird. Da das Kreuz und derBügel spätere Zugaben zur Krone sind, so kann diese Inschriftauch in spätem Zeiten gefertigt worden sein, um das hoheAller der Krone darzulhun. Auf den Feldern der Krone sind