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Die Wahl und Krönung der deutschen Kaiser zu Frankfurt am Main
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Die Verhandlungen des Wahlkonvents wurden in vorläufigeoder Präliminarkonferenzen und in Haupt- oder Principalkonfe-renzen eingelheilt. Wir folgen hier der letzten Wahl im Jahr1792*). Ehe noch die eigentlichen Konferenzen gehalten wur-den, veranlasste am 15. Juni der Kurmainzische Direktorial-wahlbotschafter eine vertrauliche Besprechung der Wahlbotschaf-ter, bei welcher bestimmt wurde: das Ceremoniel unter sichund gegen Fremde, insonderheit gegen den päpstlichen Gesand-ten, das Schema sessionis der künftigen Wahlkonferenzen, Re-partition auf dem Römer, Gebrauch der Mantelkleidung, modustraclandi bei den Wahlkonferenzen, insonderheit bei der Kapi-tulation, Bestimmung des Tags zur Eröffnung der Wahlkonfe-renzen , Verbot der Hazardspiele, Massregeln gegen verdächtigeFremde, Vorbereitung Zu Kurvereine, Herbeischalfung der Reichs-insignien und Veranstaltung in der Kirche. In der ersten undzweiten Principalkonferenz am 18. und 20. Juni 1792 wurdennach den Bewillkommnungskomplimenten unter den Wahlbot-schaftern vorerst die Vollmachten verlesen und geprüft, das Col-legialgeheimniss angelobt, und ein Inhäsivbeschluss über dasCeremoniel abgefasst. Requisitionsschreiben zur Herbeischaffungder Reichsinsignien wurden erlassen, der Wahltag auf den5. Juli bestimmt, Veranstaltung in der Kirche bei dem Wahltageangeordnet, der Kapitulationspunkt und die Kurvereine bespro-chen und die Verpflichtung der Wahlstadt bestimmt.

Am 22. Juni war die dritte Konferenz; jetzt wurde dieWahlkapitulation vorgenommen. Diejenige von Leopold II. vom30. September 1790 wurde verlesen und von Kurbraunschweigeinige Bemerkungen, von Kursachsen ein Monitum vorgebracht;

*)« Voi > (ler Wahl und Krönung Franz II. erschien kein Diarium. Das Mann-heimer katholische Bürger-Hospital erhielt unter dem 20. Mai 1792 vomReichsvikariatgericht das Privilegium zur Herausgabe eines vollständi-gen Diariums,, als dessen Verfasser Hofgerichtsrath Wedekind augegebenwurde; es erschien aber nicht im Druck. 1798 erschien ein solches zuFrankfurt (Verfasser Schulin), es wurde jedoch nicht beendigt, unddurch erneuerten Reichskrieg und den Frieden von Lüneville war allesInteresse verschwunden, und kam das bereits Gedruckte nicht in denBuchhandel.