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Die Wahl und Krönung der deutschen Kaiser zu Frankfurt am Main
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len wir, dass, aus bewegenden Ursachen, dieses auch in Zukunftdergestalt in Acht zu nehmen, es wäre denn Sache, dass allenerwähnten oder einem davon eine ehehafte Hinderniss zustosseumöchte. Es ist daher ein Irrthum, wenn Kir c h n e r (Geschichtev. Franf. I. 247.) sagt, dass durch die goldene Bulle Frankfurtzur Wahlstadt erklärt worden sei.

Vor dieser Verfügung Karls IV. hatten die Wahlen an ver-schiedenen Orten stattgefunden: Friedrich I. ist der erste mitBestimmtheit zu Frankfurt gewählte König, dann erst wiederHeinrich VII.; Conrad IV. ist zu Wien, Wilhelm von Holland zuNeus erwählt; von Richard von Cornwallis bis auf Karl IV. da-gegen hatten alle Wahlen zu Frankfurt stattgefunden. Alleinobiger Bestimmung der goldenen Bulle zum Trotz finden wir ein-zelne Wahlen an ganz anderen Orten. So wurde Rupert von derPfalz zu Rense, Ferdinand I. zu Köln, Rudolf II. zu Regensburg,Ferdinand III. zu Regensburg und Joseph I. zu Augsburg ge-wählt. Wurde die Wahl nicht in Frankfurt vorgenommen, soüberreichte der Stadtrath den Kurfürsten eine rechtsverwahrendeVorstellung, dass diese Abweichung von den Bestimmungen dergoldenen Bulle den Rechten von Frankfurt nicht nachtheiligsein solle; eine Verwahrung, die das Kurfürstl. Collegium jedes-mal durch eine Urkunde anerkannte.

Schon bei der Wahl Heinrichs VII. im Jahre 1308 erklärtendie Kurfürsten: qua die in oppido Frankenvord, loco quidem adhoc solilo et consueto, nobis Omnibus, qui debuerunt volueruntet potuerunt electioni celebrande commode interesse ad pro-cedendum in electionis negotio prelibato. Pertz MonumentaGermaniae historica; Iegum II. pag\ 490, Karl IV. konnte dahermit Recht sagen, dass seit undenklichen Zeiten Frankfurt derWahlort gewesen sei, Dass diese Stadt auch wegen der Näheder Residenz des Erzbischofs von Mainz, als Reichserzkanzlers,sich besser hierzu eignete, als manche andere, und dass sicmit deshalb diesen Vorzug erhalten, ist wohl nicht ohne Grund.Auch der Schwabcnspiegel cap. CXIII. §. 10. bestimmt:Undsuuenne sie uneniuuallen, so sulen si ain gespreche gebietenhintz Frankcnfurl.