gehe. Am Liebsten ginge ich wieder auf ein Paar Monat nachDeutschland.
Mit getreucstcm Vertrauen Ihr Freund
H. Heine.
N. S. In diesem Augenblick bringt mir mein Abschreiber einenNekrolog über Marcus, einen der größten und besten Aufsätze, denich für die „Allg. Zeitung" geschrieben und auch auf dessen Ein-sendung ich mich freute — denken Sie wie angenehm das mirjetzt, wie verstimmend —
Der Artikel, den Heine hier für abgelehnt hält, unddessen Manuskript er zurückfordert, ist, ebenso wie der zweiteüber die Oper, kurz darauf in der „Allgemeinen Zeitung"erschieneil (ersterer vom 25. April, letzterer vom 1. Mai datirt);beide sind auch in meiner Ausgabe der Werke (Bd. VII, S.396ff.)wieder abgedruckt worden. Ebenso erschien der Nekrologüber Marcus kurz darauf in derselben Zeitung (Nr. 123und 124 vom 2. und 3. Mai 1844). Ob der Abdruck dermusikalischen Artikel ohnehin beabsichtigt gewesen und sichnur wegen Raummangels verzögert, oder ob auf Kolb dieDrohung mit einem Konknrrenzblatt gewirkt, mag dahin-gestellt bleiben; wahrscheinlicher ist nach dem ganzen Ver-hältniß das erstere. Wie Heine nach dem Erscheineildes „Atta Troll" seine Reputation als politischer Tribunthatsächlich als „plötzlich renoviert" auffassen konnte, istübrigens nicht recht verständlich; selten hatte er schärfereAngriffe ans seine angebliche Gesinnungslosigkeit zu ertragen,als damals, wie der folgende Brief beweist:
Paris, den 27. Dczcmbcr 1844.
Liebster Kolb! Obgleich ich in diesem Augenblick sehr blindund kopskrank bin, schreibe ich Ihnen dennoch. Meine persönlichenFeinde benutzen diesen Moment meiner Krankheit. Sie werden den„Hutional" vom 25. Dezember und von heute, so wie auch den„Odarivari" vom 25. Dezember gelesen haben. Bey allen anderenJournalen der Opposizion wird mit mehr oder minder Glück das-