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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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»ach dem Tode Heine's, den Spuren seines Berliner Auf-enthaltes nachgehen, um die Bedeutung desselben für dastiefere Verständnis; seines Schaffens zu erforschen, mag einZeugniß dafür ablegen, daß die Berliner, wie Heine selbst,viel besser als ihr Ruf und Weltstadtbürger gewordensind, die jeden engherzigen Lokalpatriotismus völlig über-wunden haben.

Ein Gefühl berechtigten Stolzes mag es aber sein, daßjenes Berlin, dem man nachsagt: in seinem sandigen Bodensei kein Dichter je erstanden, so viele Dichter während ihresAufenthaltes daselbst und durch denselben zu Poeten indes Wortes bester Bedeutung gemacht hat. Es gilt dies»- namentlich von Heine, und es ist kaum eine Frage, daßder Aufenthalt Heine's in Berlin für die geistige Ausbildungseiner Individualität und für sein dichterisches Schaffe»von bedeutender, fast entscheidender Tragweite war, ja, daßHeine recht eigentlich in Berlin die ersten Weihen der Muse^ empfangen hat.

Und doch hat sein Aufenthalt daselbst kaum drei Zahregedauert, eine kurze Spanne Zeit, in die unser Dichter abereinen reichen Zuhält hineinlegte, an dem er das ganzespätere Leben hindurch zu zehren hatte.

Es war in den letzten Februartagen des Zahres 1821,als der einundzwanzigjährige Bruder Studio Harry Heinemit leichtem Sinn und noch leichterem Gepäck seinen Einzugin Berlin hielt, um daselbst zu studiren. Aus Göttingenhatte ihn das eovsilinrn nbsninli vertrieben, das er wegeneines Duells sich zugezogen hatte, und wer weiß, ob nichtdieses eoimilinin nbsnncki, das den lebenslustigen Zünglingaus der pedantischen, hochgelehrten, zopfigen, alten Uni-versitätsstadt in das frisch und reich bewegte BerlinerLeben trieb, ein außerordentlich günstiger Wurf des Schick-sals gewesen ist. Dennaus der Rumpelkammer todter