Heimen an Schutz und Hülfe für den Fall offener Feindseligkeitdenken. Bevor es zu offenem Bruch und Streite kam, versuchteman noch den Weg der Abfindung und Entschädigung, und dereine suchte dem andern seine Ansprüche zu hohem Preise abzu-kaufen, aber keiner wollte von seinem Rechte abstehen.') BeideFürsten erkannten nun, daß diese Angelegenheit auf gütlichemWege nicht geordnet werden könne, und sie richteten ihreBlicke auf auswärtige Mächte, um durch fremde Hülseihrem Willen Nachdruck zu geben. Die Stände sahen mitAngst und Schrecken die feindseligen Beziehungen, welche inkurzer Zeit einen verheerenden Krieg in ihren schönen Gegen-den zu entzünden drohten. Sie versammelten sich in Cleve undschickten Abgeordnete an den Churfürstcn von Köln, die Spa-nier und die Gencralstaaten mit der Bitte, sie möchten sich nichtin den jülichschen Streit mischen, sondern die Sache der Ent-scheidung des Kaisers, der Churfürsten und Reichsstände über-lassen. Aber anstatt diesen frommen Wünschen nachzukommen,suchten die auswärtigen Mächte, namentlich Spanien und Hol-land, das Feuer der Zwietracht noch mehr zu schüren. DerGrund zum Ausbruch des Streites AUsd^MU^eii^du^^ xi„enkleinen Zwiespalt, welcher zwischen dem Gouverneur des Schlos-ses Jülich und dem Pfalzgrafen entstand, als dieser auf einerReise nach Lüttich zu seinem Schwager Ferdinand von Köln dieFestung Jülich besichtigen wollte. Hierdurch wurden die Hollän-der veranlaßt, Jülich im Namen des Brandenburgers zu besetzen.Dagegen wußte sich der Pfalzgraf der Stadt Düsseldorf zu be-mächtigen und die brandenburgischen Soldaten, Räthe und Be-amten daraus zu vertreiben. Jetzt war der Würfel gefallen,und mit bedeutender Kriegsmacht stellte sich Spanien, für Neu-burg Partciergreifend, den Niederländern gegenüber, welche für,Brandenburg in die Schranken getreten. Für Neuburg agirteder gewandte kühne spanische General Spinola. Nachdem ersich der in Acht verfallenen Reichsstadt Aachen bemächtigt hatte,
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