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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
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109
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Siebentes Kapitel.

Der erste Neformationsversuch im Churfürstenthum Kölnunter Hermann von Wied.

Ehurfürst Hermann von Köln und die ihn umgebenden wahr-heitsliebenden Theologen und Rothe waren mit dem heißestenWunsche, alle obwaltenden Mißbräuche in der kölner Kirchenach Möglichkeit zu heben, vom Reichstage zu Augsburg nachHause zurückgekehrt. Der Mann, welcher Fähigkeit und gutenWillen hatte, für eine heilsame Reform thätig zu sein, warin Augsburg gestorben. Es war der Dompropst und Kanzlerder Universität Hermann von Neucnar.') Seine umfassende wis-senschaftliche Bildung gab ihm hiezu die Fähigkeit, und die Freund-schaft, worin er zu Hermann stand, gab ihm auf den Fürsteneinen Einfluß, der diesen unter Beihülfe Gropper's auf demrein kirchlichen Wege hätte halten können. Ohne Gropper würdevielleicht auch Neucnar den Fürsten zu weit geführt haben. Dennum allein eine wahre Reform bewirken zu können, war er schonzu sehr Parteigänger oder vielmehr Haupt der Humanisten amRhein geworden. Sein Haus, Tisch und Vermögen stand zuDiensten aller Dichter, Geschichtschreiber, Kritiker und Gelehr-ten.Für allein zu wirken war seine Richtung zu einseitig.Mit Gropper im Bunde würde aber kein guter Wille ihn keines-

1) Usi-ülieim, vidi. Loloo,

2) llal'zlieim, I. c.