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Zwölftes Kapitel.
Die Grafschaft Mörs.
llmer den Ländern, wo die Reformation bleibenden und nach-haltigen Eingang gewann, steht chronologisch zuerst die Graf-schaft Mörs. Hier kam die Reformation vorzuglich durch Ein-fluß des Landesherrn zu Stande. Die Neformbestrebungen gehenhinauf bis in die Zeit Erzbischofs Hermann von Wied, dessenUebertritt von nicht unbedeutendem Einflüsse auf die Grafschaftwar. Hermann war der Schwager des damaligen Besitzers derGrafschaft, Wilhelms von Neuenar, welcher die einzige Tochterves Grafen Wilhelm von Wied und der Margaretha von Morsgeheirathet hatte.') Graf Wilhelm hatte sich, sowie sein BruderGraf Hermann von Neuenar, Propst an der Metropolitankirche,für die neue Lehre entschieden und stand seinem Schwager beidem Reformationswerke kräftig mit Rath und That zur Seite.In seiner Grafschaft enthielt er sich aber noch allen direkten Ein-flusses und aller gewaltsamen Einwirkung zu Gunsten der neuenLehre. Seinen Grundsätzen huldigte sein Sohn und NachfolgerGraf Hermann H1553 — 1579), und dieser suchte selbige auchauf alle Weise in der Grafschaft einzuführen. Im Jahre 1569bekannte er sich öffentlich zur augsburgischen Confession und sagtesich in der Pfarrkirche zu Mors von der katholischen Lehre los.
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