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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
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Drittes Kapitel.

Ktalistischcs der Erzzdiöeese Cöl».

Ä^ie sich allmählich die Reform den Händen dcr Kirche entwand,in deren Schooß sie entstanden und zu deren Verbesserung siebestimmt war, so verloren auch allmählich die Träger dcr geist-lichcn Jurisdiction, denen allein die Bewirtung einer heilsamenReform zugestanden hätte, allen Einfluß auf diese Reform underkannten ihre Kraftlosigkeit, dieselbe in gesetzlichen Schrankenzu halten und auf segcnreiche Bahn zu lenken. Die Vertreterder Reform hatten sich der geistlichen Jurisdiction entzogen undsich in Betreff des kirchlichen und religiösen Wesens dem Willenund dcr Gerichtsbarkeit dcr Fürsten freiwillig unterworfen. Daslanonische Gesetz verlor bei den Anhängern dcr Neuerung Be-deuning und Geltung, und den Fürsten ward zu ihrer bürger-lichen Gewalt noch die geistliche hinzugegeben. Daher hat auchbei dcr Betrachtung dcr Gegenden, wo die Reformation Ein-gang gewonnen hat, weniger die kirchliche Organisation undEinthcilung als die bürgerliche Einfluß. Hätte sich die Reformauf kirchlichem Boden gehalten und nicht den bis dahin gelten-den Begriff von Kirche und die bis dahin anerkannten kirchlichenRechte vernichtet, so wäre die kirchliche Organisation unsererDiöccsc wohl geeignet gewesen, den Neformbcstrebungcn forderndzur Hand zu gehen, sie zu überwachen und zum Heil der Kircheihr Ziel verfolgen zu lassen. An der Spitze dcS ganzen kirch-lichen Organismus in unserer Diöcese stand der Erzbischof von