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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
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297
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Fünfzehntes Kapitel.

Die Grafschaft Schleiden.

Weit glücklichere Erfolge als in Churköln gewann der Prote-stantismus im Gebiete des mächtigen Dynasten, Grafen vonManderscheid-Schleiden. Schon zu Zeiten Hermann's von Wiedscheint Graf Dietrich IV. von Manderscheid-Schleiden Neigungfür die neue Lehre gehegt zu haben. Diese mochte weniger ausreligiösen Rücksichten hervorgegangen sein, als sie vielmehr ihrenGrund in den häufigen Streitigkeiten mit der Abtei Steinheidhatte. In der Reform mochte er eine neue Regung begrüßen,welche ihm rasche günstige Beendigung seiner Streitigkeiten ver-hieß und ihm Gelegenheit bot, mit leichter Mühe vom reichenStifte Steinfeld Alles zu erringen, was er wünschte, wenn nichtdas ganze Stift mit allen seinen Einkünften und Gefällen ansich zu reißen. Er konnte die neue Regung freudig begrüßen,ohne darum gerade seinen alten Glauben aufzugeben und denneuen anzunehmen. Darum konnte er auch als eine geeignetePerson erscheinen, auf dem Fürstcntage zu Schmalkalden fl S40)als Gesandter des Kaisers den Berathungen der protestantischenFürsten beizuwohnen.') Im folgenden Jahre wohnte er als Ge-sandter des Churfürstcn Hermann von Wied dem Reichstage vonRegensburg bei, wo er bei dem Colloquium zwischen Julius Pflug,

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