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Achtes Kavitel.
Die Zeil des augsburgcr Interims.
Da sich auf solche Weise im Erzstifte Alles gegen die Reforma-tion geeinigt zu haben schien; als die höchsten Gewalten inKirche und Reich, Papst und Kaiser, mit ihrer ganzen Autoritätund aller ihnen zu Gebote stehenden Macht auf wirksame Weisesich dagegen gestellt hatten; als die Veitretcr der geistigen undmateriellen Interessen im Lande, die Universität, das Domkapi-tel, der ganze Clerus und die weltlichen Stände, sich dagegenerklärt hatten, und als ein eifriger Gegner der Neuerung,Adolph von Schauenburg, auf den erzbischöflichcn Stuhl erho-ben worden: da hätte man glauben sollen, wie ein Schattenwäre die ganze Sache verschwunden. Dem leicht beweglichenVolke wurden die Lehrer des neuen Glaubens weggenommen;alle mußten der Neuerung entsagen und ihre Acmter niederlegen;viele einheimische Prädikanten, welche sich eigensinnig zeigten,mußten das Erzstift verlassen; die fremden Lehrer mußten alledas Land räumen. Für diejenigen, welchen die Neuerung nurDeckmantel zur Erreichung anderer irdischer Zwecke war, schwan-den die Aussichten, solche Absichten verwirklichen zu können.Einzelne Grafen und Ritter, die mit habgierigen Blicken aufdie Güter der Klöster hinsahen und bei Einführung der Refor-mation ihr Theil hievon mitzuerhalten hofften, sahen sich in
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