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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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schaft 1652 unter die Erben getheilt, und es entstanden dieGrafschaften Sayn-Altenkirchen und Sayn-Hachenburg. Nach-dem Sayn-Altenkirchen 1061 durch Heirath an Sachsen-Eisenachgekommen war, gewann das lutherische Bekenntniß wieder eineBerechtigung neben dem reformirten. In Hilgenroth wurdendie Reformirten gänzlich unterdrückt, und die dortige Kirchewurde in eine lutherische verwandelt. In Altenkirchen, Almers-bach und Daden wurde das Simultaneum eingeführt; nur inMehren behaupteten die Reformirten ihr gutes Recht. Aufgleiche Weise wurden die Reformirten in Sayn-Hachenburg,welches durch Heirath an den Grafen Ernst von Manderscheidgekommen war, in ihrem Rechte gekränkt. In Hachenburg, Alt-statt, Schvneberg wurde das Simultaneum eingeführt; an an-dern Orten, wie in Hamen u> a-, ward die Hälfte der Rentenden Lutheranern überwiesen. Bei diesen äußern Rechtsverletzungenwurden die Reformirten in beiden Grafschaften auch noch viel-fach in der innern Entwickeluug ihres Kirchenwesens behindert.Die Grundsätze der Presbyterialverfassung vermochten sie beider kirchlichen Verfassung nicht zu Geltung zu bringen, und siemußten sich zu der bei den Lutherischen gebräuchlichen Consisto-rialverfassung anschicken. Mit Ausnahme der das Dogmatischebetreffenden Bestimmungen mußten sie sich ganz nach der luthe-rischen Kirchenordnung von 1598 richten.')

Die Grafschaft Höhen-Limburg wurde 1442 vom GrafenWilhelm von Limburg seinem Schwiegersohne Gumprecht vonNeuenar erblich übergeben, und solche Uebergabe ward vonKaiser Friedrich bestätigt und zu Recht anerkannt. Ucber einJahrhundert blieb die Grafschaft im Besitz der von Neuenar. AlsHermann von Neuenar in seiner Grafschaft Mörs die Reformationeinführte, scheint auch Nümbrecht von Neuenar dieselbe in seinemLändchen begonnen zu haben. Die neue Sache gewann raschenFortgang, und nur die Gemeinde Lethmathe blieb dem katholi-

1) Jakobson, Th. 4. S. 583. ff. Reck, Gesch. der Häuser Isenburg,Runkel, S. !8t. u. a. O.

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