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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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365
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gebür hat können bestellt und geübt werden, nachdem sie nun-mehr durch sonderliche schickung Gottes unter ihrer christl. Obrig-keit schutzfrei öffentlich mögen zusammen komen, wie sie sovillmöglich, zur gleichförmigkeit derselben und Beförderung der Dis-ziplin gelangen mögten."

3) Weil auch vill am ordentlichen Berufs der Kirchen-diener gelegen, wie damit dergestalt zu verfahren, daß alle Unord-nung vermietten bleibe-

4) Weil vill mangels im underhalt des Predigtampts ge-spüret, wie demselben abzuhelffen sey.

5) Weil hochnötig, daß die Jugendt bei Zeit zur erkennt-nuß und furcht Gottes furnemblich erzogen werde, wie die Ge-meindten mit nötigen Schulen und Schuldienern hin und Widdermögten versehen werden.

6) Weil zur Beförderung der Kirchen Gottes und seinerheilsamen Wahrheit bis dazu in dieser Lande üblich gewesen dieSynode und Beikumpft der Kirchen Diener und Eltisten, wiedieselbe ferner am furchtbarligsten zu continuiren weren.

I. Belangent den ersten Punkt halten die anwesende Brü-der, 1) nach wie für das hl, Wort Gottes für die ewige Re-gell vnd Richtschnur ihres Glaubens vnd Lehr, fürs andere hal-ten sie auch dafür, das die Summe der in Gottes wordt ge.gründter Religion im Heidelbergischen Catechismus woll gefaßt,vnd derentwegen derselbe Catechismus wie für diesem, also auchhinfüro in Schulen vnd Kirchen zu behalten und zu treiben sey.Soll derbalben niemandt gestattet werden, einige novitatss oderbesondere Catechismos einzuführen. 2) So aber femandt wercder sich ins Künftige an den einen oder andern punkten des Ca-techismi in seinem gewissen zweyfelhaft vnd beschwert befindenmögte und dasselbe in Gottes Wort klarer vnd deutlicher aus-gedruckt zu sein Vermeindte, derselbe soll solches nit alsbald uffdie Kanzel bringen vnd den Catechisnum tadeln, sondern sichdavon freundt vnd brüderlich mit seiner Classe besprechen: Soihme daselbst nit genug geschehen, soll mans zum 8v»ncko ge-