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zen offenbaren. bl- Kor. 4, 5.)"') Sigismund hielt aufrichtigsein gegebenes Versprechen, seine Unterthanen nicht zum calvini-schcn Bekenntnisse zwingen zu wollen. Die Holländer hattengehofft, das würde der erste Schritt nach seinem Ucbcrtritte unddas würde der Lohn ihres Bündnisses mit ihm sein, daß er mitGewalt das reformirte Bekenntniß im clevischen Lande einführenund hierdurch ihrer Politik eine breitere Grundlage verschaffenwürde. Aber er blieb seinem Worte getreu. Unter seinemSohne und Nachfolger Georg Wilhelm geschah auch nichts zurallgemeinen Einführung des Calvinismus in das clevische Ge-biet. Zur Beruhigung der Lutheraner erließ er den 18. Oktober1637 an die clevische Negierung folgendes Nescript: „Es istunser ernstlicher Wille und Befehl, daß ihr die lutherischen Ge-meinen an den Orten, wo sie das Erercitium seit unsern aus-gegebenen Reversalen gehabt haben, dabei verbleiben, und sienun, essaetu genießen lasset, also, daß wenn ihrer Prediger undPastoren einer verstürbe, oder abzöge, den Gemeinen zugelassenwerde, einen neuen lutherischen Prediger zu vociren, auch Interimund bis solches erfolgt, das Ministerium durch einen benachbar-ten Prediger lutherischer Confession, es sei derselbe unter dem-selben Amte oder einem andern bestellen zu lassen. Davon ihrauch weder die Gemeinen, noch die Prediger, so dazu erfordertwürden, irren oder aufhalten, weniger bedrängen noch bestrafenwollet. Es wäre auch keinesweges der Gemeine in ihrem her-gebrachten Erercitio zum Nachtheile anzuziehen, da einiger Pre-diger, der in Qualität lutherischer Religion oder dero Bekenntnißvozirt worden, gleich hernach seine Meinung öffentlich oder heim-lich I» totmu vol ex parte verändert, oder auch gar in demöffentlichen Gottesdienste in Lehren oder Ceremonien eine Aen-derung wider der Gemeine Willen eingeführt hätte; viel weni-ger wäre darauf zu sehen, oder es zu billigen, wenn einige Kir-che» durch Ansichziehung fremder Soldateska äs kseto eingenom-men und rcformirt worden wäre, und ob denn überdem, was
!) Menzel, Bd. 0, S. SS.