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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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nug gegeben habe, und wollte selbiges nicht noch mehr steigerndurch die Annahme des damals geltenden Grundsatzes: euius re-K'ia, eins religio. Um das Aergerniß so viel möglich zu mil-dern, gab er folgende Erklärung:Obwohl S. ChurfürstlicheGnaden zwar in ihrem Herzen genugsam gesichert, daß solchesihr Bekenntniß dem Worte Gottes allerdings gemäß und auf-richtig sei, auch nichts lieber erleben und wünschen möchten, denndaß Gott der Herr aus lauter Gnade und Barmherzigkeit der-selben getreue Unterthanen mit dem Licht der unfehlbaren Wahr-heit beseligen und erleuchten wolle, jedoch weil der Glaube nichtJedermanns Ding ist (1. Thefsal, 3, 2), sondern ein Werk undund Geschenk Gottes, und Niemanden zugelassen ist, über dieGewissen zu herrschen, oder, wie der Apostel Paulus redet, einHerr sein zu wollen, über den Glauben, welches allein demHcrzenskündiger zusteht: als wollen S. Churfürstl. Gnaden auchzu diesem Bekenntnisse keinen Unterthanen öffentlich oder heim-lich wider seinen Willen zwingen, sondern den Curs und Laufder Wahrheit Gott allein befehlen, weil es nicht am Rennenund Laufen, sondern an Gottes Erbarmen gelegen, Verhoffenaber gänzlich, befehlen hiermit ernstlich und begehren auch inGnaden, daß Unterthanen und Andere, so entweder die streiti-gen Religionssachen nicht verstehen, oder noch zur Zeit nicht ge-nugsam darin informirt sind, des Lästerns, Schmähens, Diffami-rens wider die ol-tlloäoxos und rekorinstos, die man aus lau-ter Haß und Neid für calvinisch mit vollem Munde ausrufenthut, gleichwie vor Zeiten Tertullian im Apologetico von denChristen geschrieben: c»li!tur in imioeiiis innoeuum uoinen, sichgänzlich enthalten, mit Schwachgläubigen, so sie vermeinen,stark zu sein, Geduld zu tragen, nach der Vermahnung des Apo-stels Pauli, und was sie selbst nicht gelesen, noch bis an-hero genugsam verstanden, nicht bald verketzern oder verdammen,sondern in der Schrift mit Fleiß forschen, das Urtheil heim-gebcn dem, der da recht richtet, welcher auch wird an'S Lichtbringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rath der Her-

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