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hinunter und benahmen jedem andern Neuerer allen Mulb, fürdie neue Lehre das Wort zu ergreifen.
Besorgnißerregend war für die Lutheraner unserer Gegendender Eindruck, welchen die Glaubensänderung des Pfalzgrafcnhervorgerufen. Gleichen Eindruck machte die Kunde, daß am25. Dezember 1613 der Chnrfürst Johann Sigismund vonBrandenburg in der Domkirche zu Verlin das Abendmahl nachreformirtem Gebrauche genommen und hierdurch sich zu dem vonden Lutheranern so sehr verabscheuten Calvinismus bekannt habe.Den berliner Geistlichen, welche ihn an den Schwur erinnerten,wodurch er sich bei seinem Regierungsantritte verpflichtet hatte,das reine augsburgcr Bekenntniß zu wahren, denen ließ er durchseinen Kanzler sagen: „sie sollten ruhig nach Hause gehen undsich an Gottes Wort halten; er, der Churfiirst, habe erhebliche,auf die Bibel gegründete Ursachen, von den bisher üblichen Cä-remonien abzuweichen, hingegen wolle er keineswegs verlangen,daß sie das Gleiche thäten. Obgleich er früher versprochen,lutherisch zu bleiben, so gälten in Gottessachen keine Eide undVerträge. Auch Luther habe lange an papistischen Gebräuchengehangen; wenn er aber etwas Besseres gefunden, sei er diesemgefolgt; das möchten die berliner Geistlichen nachahmen, wenn sierechte Jünger Luther's sein wollten." Er selbst erklärte, durcheignes Forschen und durch eigne religiöse Ueberzeugung geleitet,diesen Schritt gethan zu haben. Als die Landstände sich überdiesen Schritt beschwerten, schrieb er ihnen bezüglich desselben:„Wir bekennen hiermit vor Gott und auf unsre Seligkeit, daßuns eben auch also ergangen, da wir auf den Wegen, da ihranjetzo gehet, weiter gewandelt und allein auf das gesehen, waSwir auf der Kanzel gehöret, wären wir wohl nimmermehr zu-recht gekommen. Wie wir aber des andern Theiles Schriften,die uns dazu von denen, welche anitzt unsrer Religion vor an-dern gehässig sein, zuerst gereicht worden, vor die Hand nahmenund solche gegen die göttliche Schrift hielten, sind uns, GottLob! die Augen aufgegangen, also daß wir nunmehr die Wahr-
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