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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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ches glcichkain ihr Unternehmen lcgalisirte unv so gut für Rc-volutionsmänner paßte: so war es in den Niederlanden, Inunfern Gegenden hatte dieses Bekenntniß, außer durch die obenangegebenen Einwanderungen, vielfachen Eingang gefunden durchdie holländische Propaganda. Was diese nicht vermochte, dasvollendete vielerorts die revolutionäre Gesinnung mancher Män-ner, welche sich durch kirchliche und staatliche Umwälzungen Ein-fluß und Geltung zu verschaffen hofften. Namentlich waren dießUnzufriedene in den größern Städten, welche auf den Grunddieses Bekenntnisses ihre revolutionären Plane bauten. Für denkleinen landsäßigcn Adel, welcher durch das Anstürmen gegenKirchen- und Fürstcngewalt manche Vortheile zu erringen hoffte,war es gleichsam Mode geworden, calvinisch zu sein. Der Aus-breitung dieses calvinischcn Bekenntnisses schienen die besitzendenFürsten kein Hinderniß in den Weg legen zu wolle»; erklärtensie doch unter dem 14. Juni 1609 in einem Edikte, daß sie dieLandeshoheit auch in religiöser Beziehung nach dem seitherigenGebrauch ausüben wollten.')

Der plötzliche NeligionSwechscl der beide» besitzenden Für-sten schien die kirchlichen Verhältnisse unsrer Gegend ganz an-ders gestalten zu sollen. Daß und warum Wvlfgang Wilhelmkatholisch geworden, haben wir schon gesehen. Die theologischenGründe zu diesem Schritte, mit Ucbergchung aller politischen,entwickelte er in einer von seinem Hofprcdigcr, dem JesuitenNciching verfaßten Vcrtheidigungsschrift. Hierin wird den Pro-tcstantcn an's Herz gelegt, daß sie nur darum so feindselig gegendie katholische Religion gestimmt sein könnten, weil sie nur fal-sehe und ungründliche Begriffe von der katholischen Lehre hätten.Der Pfalzgraf habe die ächte und unverfälschte Lehre der katho-lischen Kirche kennen gelernt, und durch die überwiegende Wahr-heit dieser Lehre sei er zur Einsicht gelangt, daß nur die Lehreder katholischen Kirche eben die Lehre Christi sei, welche von An-fang des christlichen Glaubens bis auf diese Zeit in der ganzen

i) Scotn, B. i. S. li<