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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
Seite
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tcn, und weil viele Iieformirte», welche aus vem Churkölnischcn,aus Aachen und aus dem Gebiet des Grafen von Manderscheid-Schleiden auswanderte», sich hier niederließen. Zudem war auchnoch das reformirte Bekcnntniß dasjenige, welches dem Volkeam Meisten zusagte. Wenn dem Volke, dem großen Haufen,die Annahme eines protestantischen Bekenntnisses in beliebigeWahl gestellt, und ihm vom Fürsten nicht das lutherische Bc-keuntuiß aufgedrängt wurde, dann war es natürlich, daß dasVolk sich nur zum calvinischcn Bekenntnisse schlug. Dieses Bc-kcnntniß hatte sich der katholischen Priesterkirchc und der luthe-rischen Fürstenkirche gegenüber zu einer VolkSkirche entwickelt ineinem Lande, wo, als Neuerung, nur ein Kirchenthum, auf derMitwirkung der ganzen Gemeinde beruhend, Geltung findenkonnte. Dieß war in der Schweiz. Hier in der Schweiz konntedie Durchführung des demokratischen Prinzips in der Kircheauf keine Schwierigkeiten stoßen; denn gerne assimilirt sich diekirchliche Verfassung der bürgerlichen. Wo dieses Kirchentbumaber in Staaten anderer Verfassung sich Eingang verschaffe»wollte, da stieß es auf die mannigfachsten Schwierigkeiten, dennwo es mit seinem Prinzip und seinen Consequcnzcu voll-kommen erkannt wurde, da mußte es der fürstlichen Gewalt gc-fährlich erscheinen. Wie dieses Prinzip wirklich nur revolutio-när war, so wurde es auch an den meisten Fiirstenhöfcn nur alsrevolutionär angeschen und gescheut. Wo sich GlaubenSeiferer vonscharfem, kaltem Verstände, feindlich gesinnt allem Idealen, allemerhebenden und ergreifenden Prunk in Cultus, mit dieser Lehrebefreundeten und Einfluß genug besaßen, eine gehörige AnzahlGleichgesinnter für sich zu gewinnen, da mußte dieses Bekenntniß zu bürgerlicher Revolution führen. So zeigte es sich inFrankreich. Wo auf der andern Seite schon die bürgerliche Ver-fassung untergraben war, die Gcmüther sich schon in Währunggegen die bestehende Ordnung befanden oder mit gezogenemSchwerte schon ihrem bisherigen Herrscher gegenüberstanden, dagriffen die Mißvergnügten gierig nach einem Bekenntnisse, wcl-