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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
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des einen Erben, Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Neubnrg,mit der Anna Sophia, Tochter des andern Erben, des Churfür-sten von Brandenburg, geschehen. Die Unterhandlungen wegendieser Verbindung zogen sich in die Länge. Der Pfalzgrafwollte diese Ehe nur eingehen unter der Bedingung, daß er mitder brandenburgischen Tochter auch alle brandenburgische Erb-ansprnche auf das jülichsche Gebiet erhalte. Dem Brandenbur-ger ging es aber zu schwer an, seiner Tochter eine solche Mit-gift mitgeben zu sollen. Die Unterhandlungen dauerten nochfort, als plötzlich eine Ohrfeige, welche der Churfurst eines Ta-ges seinem zukünftigen Schwiegersohne zu Düsseldorf über Tischegab, der ganzen Sache rasch eine andre Wendung gab. DieHeirath und Vereinigung unterblieb. Im Gefühle schwerer Be-leidigung und in der Sehnsucht nach Rache glaubte der fungePfalzgraf die Entscheidung der Erbschaftssache dem Schwerteüberlassen zu müssen. Hierzu bedurfte er aber Hülfe und Stütze,welche er im Feldlager der Union nicht zu finden hoffen konnte.Er richtete sein Augenmerk auf den mächtigen Maximilian vonBaiern, seinen Vetter, und reiste persönlich nach München, umsich mit ihm über die ganze Angelegenheit zu besprechen. Beidieser Gelegenheit warb er um des Herzogs jüngere SchwesterMagdalena, durch welche Verbindung er sich auch noch desSchutzes von Erzherzog Ferdinand, wie auch vom Chur-fürsten Ferdinand von Cöln zu versichern hoffte. Maximilian,mit seinem klaren, rasch alle Verhältnisse durschauenden Verstände,erkannte schnell, welche Vvrtheile es für die katholische Sachesein würde, wenn die jülichscheu Lande auf Seiten der Liga undkatholischen Partei ständen, und welchen Damm dieser sein neuerSchwager im Bunde mit seinem Bruder von Köln den iutrigu-anten Niederländern, wie auch den für Deutschland gefährlichenSpaniern entgegensetzen könnte. An beiden hatte er dann einekräftige Stütze, wenn einmal nach dem Siege der katholischenSache ihn sein Ehrgeiz mit dem Habsburgischen Hause in feind-selige Beriibrung bringen sollte. Einziges Hindcrniß bei dem