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beiden Häusern ihre Unterstützung bei vcr Besitzergreifung be-reitwillig zu, weil sie im Falle eines günstigen Erfolges ihreVerbindung durch den Beitritt dieser Herzogthümcr zu vergrö-ßern und zu verstärken hofften. Sie wollten nicht gleichgültigansehen, daß Kaiser Rudolph auf Antrieb der Spanier dieseLande unter Sequester nahm und selbige zu einem mächtigenBollwerke der Katholiken machte. Mit Bcsorgniß hatten sie er-fahren, daß der Erzherzog Leopold, Bischof von Straßburg undPassau, um die brandenburg-neuburgische Occupatio« zurückzu-weisen, im Auftrage des Kaisers einen Theil des Erbes durcheigene und spanische Soldaten besetzt hatte. Der Krone Spa-nien war es willkommen, auf diese Weise unter dem Scheinedes Rechtes ihre Kricgsschaarcn in den Theil Deutschlands hin-zuschicken, wo sie in unmittelbarer Nähe der von der spanischenHerrschaft abgefallenen Niederländer standen. Wenn die Spa-nier hier dem Kaiserbause zu Sieg und Besitz geholfen hätte»,konnten sie hoffen, daß sie von hier aus auch mit kaiserlicherBeihülfe erfolgreiche Operationen gegen die Niederlande unter-nehmen könnten; wenn sie hier das katholische Banner ausge-pflanzt hätten, konnten sie hoffen, daß sie mit Kaiser undLiga vereint bei etwaigem Ausbruche eines Ncligionskrieges destosicherer der katholischen Sache zu nachhaltigem Siege verhelfenwürden. Aber den Provinzen, selbst auch wo sie noch durch-gängig katholisch waren, kamen die Spanier nicht willkommen;ihnen war es lieber, unter friedlicher Herrschaft ProtestantischerFürsten äußerlich unbeschwert und unbedrückt zu leben, als imGlauben und kirchlichen Leben unangefochten zu bleiben, dabeiaber in Küche, Keller und Speicher von katholischen Mitbrüdernausgeplündert zu werden. Aus Spanien selbst bezogen dieseTruppen wenig Sold und Unterhalt; sie mußten sich dicß ver-schaffen, wie alle Soldtruppcn damaliger Zeit, durch Raubenund Plündern bei den eignen Freunden. Daher fanden dieSpanier und Kaiserlichen wenig Sympathien in diesen Gegen-den und darum hatte» die zwei Hauptprätcndenten, Brandenburg