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daß seine Kinder, wenigstens noch zu seinen Lebzeiten, katholischwaren, und vaß noch bis zum Jahre 1565 ein katholischer Pfar-rer, Servatius Hirt, in Schleiden gestanden hat,,) Die Prote-stanten wurden in den alleinigen Besitz der Pfarrkirche gesetzt,nachdem der Sohn und Nachfolger Dietrich's V., Dietrich VI.,(1509 — 1593) aus der katholischen Kirche ausgetreten war unddas lutherische Bekenntniß angenommen hatte. Wann dießgeschehen ist, ist ungewiß; wahrscheinlich nach dem Abgängedes katholischen Pfarrers Hirt, 1565.
An seine Stelle kam wahrscheinlich durch den Einfluß desGrafen, als Patrons, ein gewisser Joh. Deutz aus St. Vith,von welchem der Graf die Ueberzeugung hatte, daß er ihm inreligiösen Dingen zu Willen sein werde. Auf den WunschDietrich's wird dieser Deutz nun zur lutherischen Kirche überge-treten sein, fast die ganze Gemeinde, die Kirche mit Pfarrhaus,Renten und Einkünften, so wie seine Stellung als Pfarrer mitin die andere Confession hinübergenommen haben. Dadurch er-hielt Schleiden neben dem schon fungirendcn lutherischen Predigerin Johann Deutz noch einen zweiten. Außer Schleiden scheinenunter Dietrich noch neun protestantische Gemeinden in seinerHerrschaft bestanden zu haben; wenigstens kommen in einer anDietrich gerichteten Bittschrift neben den Predigern von Schlei-den noch acht andere vor; es sind dies die Prediger von Cro-nenburg, Uerheim, Dockweilcr, Laufelt, Dahlem, Urmont, Uvel-hovcn, Udenbreth. Diese Prediger scheinen einst alle vom Gra-fen an die genannten Orte hingeschickt worden zu sein, um dortdie Reformation bekannt zu machen und zu verbreiten. IhreErfolge waren aber sehr geringe, was wir aus dem Umständeschließen können, daß sich in allen jenen Dörfern nicht einmaleine Tradition von früherem Bestände protestantischer Gemeindenmehr findet. Es wird jenen Predigern vielfach gegangen sein,
I) Vgl. D. Küllenberg, gesch. Mitthcilungc» über die evang, Gemeinde zuSchleiden, S. 28. Dagegen: v. Jost, Beleuchtung des Werkchens vonKüllenberg. S. 7, >2,