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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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sich hier ausschließlich dem Studium der Rechtswissenschaft zuwidmen. Nach drei Iahren kehrte er nach Paris zurück undwandte seinen Fleiß setzt mehr der Geschichte zu. Um diese Zeitmuß er noch von ganz katholischer Gesinnung gewesen sein, in-dem er sonst beim Kardinalbischof von Paris, Johann von Bellav,nicht in solche Gunst würde gekommen sein, daß er von ihm einJahrgehalt erhielt (1537). Auch im Jahre 1549 scheint er seineAnsichten wenigstens öffentlich noch nicht geändert gehabt zu ha-ben, weil er damals noch als besoldeter Dolmetscher des KönigsFranz mit dem französischen Gesandten auf den Reichstag nack,Hagenau geschickt wurde. Hier scheint er durch den Umgangmit den Häuptern des Protestantismus ganz für die neue Sachegewonnen worden zu sein. Zwar kehrte er nach Frankreich zu-rück, aber nicht auf lange Zeit. Schon im folgenden Jahre1541 wurde er auf Empfehlung des Landgrafen Philipp zumBotschafter, Dolmetscher und Geschichtschreiber des schmalkaldi-schen Bundes bestellt. Nun war seines Bleibens in Frankreichnicht mehr, wo die härtesten Dekrete gegen die Ketzer promul-girt wurden, und er beschloß nach Straßburg überzusiedeln.Kurz vor seiner Abreise aus Paris trar er in zwei Reden andie deutschen Reichsfürsten und an den Kaiser, welche er in deut-scher Sprache unter dem Namen Baptist Lasdcnus drucken ließ,als ein heftiger Feind des Papstthums und ein entschiedenerFreund der deutschen Reformation auf. Beide Reden gab er1544 in Straßburg mit einigen Abänderungen in lateinischerSprache heraus. In der Rede an die Fürsten zeigt Slcidanden Ursprung, das Wachsthum, so wie den drohenden Sturzdes Papstthums, wie es sich seine bevorzugte Stellung durch Listund Betrug erschlichen, wie der Papst sich dadurch von derrechtmäßigen Herrschaft des Kaisers befreit habe, daß er demFcaukenkönige Karl d. Gr. die römische Kaiserkrone anbot, wieer später eine Eidesformel erfunden, durch welche er den römisch-deutschen Kaiser fester als einen Klienten gebunden halte. DieTyrannei des Papstthums set eine so verborgene, daß sie von