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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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Johannes Nhckd dcr Auftrag gegeben, unter Bcihülfe der Pfarrerdie von verdächtigen Personen bewohnten Häuser zu untersuchenund hierüber dem Senate Bericht zu erstatten. Sie zeichnetenneunzig Häuser auf, welche von ketzerischen Familien bewohntwurden. Dieses Verzeichnis) verlas dcr Rektor in einer Ver-sammlung der Universität und des Stadtmagistrates Als ersich hierbei b'ttcr darüber beklagte, daß die Pfarrer ohne Gefahr,auf öffentlicher Straße beschimpft, verspottet und verflucht zuwerden, den Kranken die letzte Oelung nicht tragen könnten, ent-brannten Alle in gerechtem Zorn gegen solche Feinde der katho-lischen Religion. Der Bürgermeister Gerhard Pilgram gab die-ser Entrüstung den gewünschten Nachdruck: er brachte die altenEdikte wieder zu Geltung und schlug durch die strengen Strafengegen die Protestanten den Neuerungssüchtigen alle Hoffnung ausglücklichen Erfolg nieder.') Der Erzbischof ließ es sich nunernstlich angelegen sein, dcr Stadt Köln den alten katholischenNamen in seiner Reinheit wieder zu gewinnen und zu sickern.Zu diesem Zwecke suchte er mit aller Strenge und Aufmerksam-keit im Leben des Clcrus und im ganzen kirchlichen Wesen denGrundsätzen und Bestimmungen des tricntcr Concils Geltung zuverschaffen. Salcntin's Regierungszeit hindurch hielten sich diekirchlichen Angelegenheiten ohne alle Störung. Im September1577 legte er in Brühl in Gegenwart einer großen MengeGeistlicher, Adeliger und Bürger wider Aller Vermnlben dieVerwaltung des Churfürstenthums freiwillig nieder, um durchHeirath den alten Isenburgischen Namen nicht erlöschen zu lassen.Er konnte Heirathen, weil er die höheren Weihen noch nichtempfangen batte; er heirathete die Gräfin Antonia Wilbelmavon Aremberg. 2) An seine Stelle wurde gewählt Gras Geb-hard Truchseß von Waldburg. Dieser schien die Erwartungenund Hoffnungen, welche man anfänglich wegen seiner Gelehr-samkeit, Bescheidenheit, Zucht, Eingezogenbeit und Gottseligkeit

1) kt<?Iff> nder^, p. I4Z. u. 44,

2) Nnerlc^ns, p> It!.!, Rürssous, p. 182.